Wie war der Abschied für Sie?
Da ich selbst bestimmt habe, dass ich mich nicht mehr zur Wahl stelle, war es nicht so heftig; vor allem auch deshalb nicht, da es seit dem „Lock down“ nur noch parteiinterne oder städtische Veranstaltungen gab, keine öffentlichen, bei denen ich die Oberbürgermeisterin beziehungsweise die Stadt vertreten durfte.
Was waren Ihre Herzensthemen?
Für mich war es immer ein Erfolgserlebnis, wenn ich Bürgerinnen und Bürger der Stadt Rosenheim helfen konnte. Vor allem waren für mich die Gespräche mit den unterschiedlichsten Personen wie mit Kindern, Jugendlichen, Senioren, oder Personen mit einer Behinderung sehr wichtig. Ich habe für mich persönlich viel dabei gelernt.
Was haben Sie aus Ihrer Zeit als Stadtrat und Bürgermeister mitgenommen?
Die Menschen waren dankbar für jedes Gespräch. Sie haben sich immer gefreut, wenn ich zu besonderen Anlässen die Grüße und Glückwünsche der Stadt überbringen durfte. Auch den Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Landesgartenschau habe ich in besonderer Erinnerung.
Geht Ihnen die Politik ab? Was machen Sie mit der dazugewonnen Zeit?
Ich muss ehrlich gestehen, mir geht die politische Arbeit schon ab. Erfreulich aber für mich ist, wenn ich heute in der Stadt unterwegs bin, dass viele Menschen mich ansprechen und mir kundtun: „Ich habe meine Sache gut gemacht!“ Solche Aussagen freuen mich ganz besonders. Es ist gut, dass ich nun mehr Zeit habe für meine Gattin, meine Familie, Freunde und vor allem für meine vier Enkelkinder. Und es ist schön, dass ich nun mehr Zeit habe, die Natur zu genießen und Bücher zu lesen, was während meiner Stadtrats- und Bürgermeisterzeit nicht immer möglich war.
Was würden Sie sich in
Zukunft für Rosenheim
wünschen?
Als gebürtiger Rosenheimer wünsche ich mir, dass die „Corona-Krise“ schnell überwunden wird und dass sich die Stadt weiterhin so gut entwickelt wie in den vergangenen Jahrzehnten. Ich wünsche mir, dass Rosenheim, die Perle am Inn, den Charme als aufgeschlossene und lebenswerte Stadt behält.