Sich selbst und andere schützen

von Redaktion

Sicher durch den Alltag: Rosenheimer Malteser bieten Hygieneschulungen an

Rosenheim Hygiene ist das A und O, besonders während der Corona-Krise. Der Malteser Hilfsdienst Rosenheim-Miesbach bietet Hygieneschulungen an – für den Gebrauch im Alltag. Ausbildungsleiterin Bernadette Müller gibt vorab einen Einblick in den zweistündigen Kurs: vom gründlichen Händewaschen bis hin zum richtigen Aufsetzen der Mund-Nase-Bedeckung.

Pfeile auf dem Boden weisen den Weg hinein in den Schulungsraum der Malteser in der Rathausstraße 25. Hier gilt das Einbahnstraßen-Prinzip, wo die Besucher nur in eine Richtung gehen dürfen. Weniger Menschen, mehr Sicherheit. Darum geht es auch in der Schulung, die hier stattfindet. Doch zuerst gibt es mit einem Stift ein kleines Kreuz auf den Handrücken, mit dem bloßen Auge ist es nicht zu erkennen. Unter Schwarzlicht schimmert es gut sichtbar auf der Haut. Doch das wird später noch eine größere Rolle spielen, wie Ausbildungsleiterin Müller erklärt. Jetzt dreht sich alles um die Maske.

Es geht nicht ohne:
Die richtige Maske

Auf dem Tisch ausgebreitet liegen die verschiedenen Masken. Müller greift nach einer, der sogenannten Communitymaske. Selbst genäht aus Stoff biete diese Variante zwar keinen Eigen-, dafür aber Fremdschutz. Für gesunde Menschen wäre sie in Ordnung, meint Müller. „Risikopatienten sollten diese Bedeckung allerdings nicht tragen.“

Ähnlich sei es bei der OP-Maske, die meistens aus einem zweilagigen Vliesstoff mit einem Filter besteht. Als Einwegmaske verhelfe sie ihrem Träger kaum zum Eigenschutz, schütze aber das Umfeld. Sicherer sei die FFP2-Maske, die Eigen- und Fremdschutz gewährleistet. Sie sei besonders geeignet für Menschen, die Umgang mit Risikopatienten haben, so Müller. Aber Vorsicht: „Diese Maske unterliegt dem Atemschutzgesetz. Das heißt, nach 75 Minuten Tragezeit muss man sie mindestens 30 Minuten lang abnehmen.“ Sonst könnte die Person zu viel Kohlenstoffdioxid einatmen, da die Luft nicht gut entweichen könne. Die Folge wären Bewusstseinstrübungen bis hin zu völligen Bewusstlosigkeit.

Genauso wichtig wie die Maske ist aber auch das richtige Anbringen: Das demonstriert Müller in ihren Kursen. Sie greift nach den Schlaufen der OP-Maske. Kurzes Spannen. Sie legt die Maske auf ihre Nase, dann die Gummibänder um die Ohren. Die Maske sitzt. An der Nase könne man nun nachjustieren, indem man den Draht etwas knickt. Auch am Kinn müsse die Bedeckung gut anliegen. Nach dem Gebrauch, rät Müller, müssen Stoffmasken gewaschen werden – mindestens einmal täglich: Bei 60 Grad, dann kommen sie zum Trocknen an die Luft.

Mit den Schulungen verfolgen die Malteser vor allem ein Ziel: „Wir möchten Menschen die Angst nehmen.“ Durch die wechselnden Corona-Beschränkungen seien viele Menschen verunsichert, wüssten nicht, wie sie sich verhalten sollen. Müller ist überzeugt: Jeder kann einen Beitrag leisten, um nicht nur sich selbst zu schützen, sondern auch sein Umfeld. „Trotz der Krise kann man handlungsfähig bleiben.“

Auf dem vorgezeichneten Weg führt die Malteserin zum Waschbecken. Denn auch Händewaschen will gelernt sein. Ihren Ring nimmt sie ab, seift ihre Hände ein. Besonders auch unter den Nägeln. Auch verletzte Finger mit Pflaster müssen gründlich gereinigt werden. Dann die Seife unter laufendem Wasser abwaschen. Müller reibt die Hände aneinander, sie quietschen – das ist das Zeichen: Die Hände sind sauber. Und das Schwarzlicht zeigt: Das zuvor aufgemalte Kreuz am Handrücken ist verschwunden. Bei häufigem Händewaschen kann man noch eine Handcreme auftragen, ehe man die Hände desinfiziert. Besonders in der Arbeit, so die Ausbildungsleiterin, käme man mit einer Vielzahl von Keimen in Berührung. Beim Betreten und Verlassen, vor dem Essen und nach dem Toilettengang gilt deshalb immer: ab zum Waschbecken.Anna Hausmann

Noch freie Plätze

Die nächste Hygieneschulung findet am 28. September, von 19 bis 21 Uhr im Malteserhaus Rosenheim, Rathausstraße 25, statt. Noch gibt es freie Plätze, wie Bernadette Müller mitteilt. Eine Anmeldung ist per Mail an Ausbildung.Rosenheim@malteser.org mit Angabe von Name und Telefonnummer erforderlich. Die Kursgebühr in Höhe von 25 Euro kann vor Ort bar oder mit Karte bezahlt werden.

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