Premiere in Rosenheim kommt gut an

von Redaktion

Aktion der KBE zum Tag des Butterbrotes – Initiatorin mit Resonanz zufrieden

Rosenheim – Gänzlich unverhofft kam Rosina Kienle am Freitagvormittag beim Bürgerhaus „Miteinander“ zu einem zweiten Frühstück. Die Rosenheimer Rentnerin war eine der Passanten, die in der Lessingstraße 77 vorbeikamen, als die „Kontaktstelle bürgerschaftliches Engagement (KBE)“ gerade Butterbrote verteilte. Der Anlass war der deutsche Tag des Butterbrotes. Ein Tag, der 1999 von einer Marketinggesellschaft für Agrarwirtschaft ins Leben gerufen wurde und seither jedes Jahr am letzten Freitag im September stattfindet.

Hygiene-Regeln
werden beachtet

Die Gesellschaft hatte sich zwar 2009 aufgelöst, der Brottag aber blieb. Karin Weiß, die Sozialraumkoordinatorin der KBE, brachte ihn in die Rosenheimer Innenstadt. „Ich weiß gar nicht mehr, wo ich das gelesen habe. Aber ich dachte mir, dieser Butterbrot-Tag ist doch genau das Richtige, um mal nicht jede Woche nur Kaffee und Kuchen anzubieten.“

Die neue Idee kam an. Trotz des schlechten Wetters nutzten einige Passanten die ungewöhnliche Gelegenheit, um sich den Klassiker im Vorbeigehen servieren zu lassen. Auch Rosina Kienle ließ sich eine Scheibe der insgesamt drei Kilogramm Brot schmecken, die eine örtliche Bäckerei für diesen besonderen Anlass gespendet hatte. „Ich bin eine große Butterbrot-Liebhaberin. Das erinnert mich an früher, als es das bei uns fast jeden Abend gab“, schwelgt Kienle in Erinnerungen.

In Zeiten von Corona wurde bei der Verteilung der Butterbrote natürlich auf besondere Hygiene geachtet. Die Backwaren wurden mit Mundschutz und Handschuhen bestrichen, und bei der Ausgabe wurde stets auf Abstand geachtet. Auch der Belag wurde dementsprechend angepasst. Geplant war zunächst, auch Wurst- und Käsebrote anzubieten, was allerdings an den erforderlichen Hygienevorschriften scheiterte. Bis auf den Schnittlauch, der nach Wunsch auf das Brot gestreut werden konnte, gab es daher nur die ursprüngliche Variante des Butterbrotes.

Die Initiatorin der Aktion zeigte sich mit der Premiere voll und ganz zufrieden: „Es kamen wirklich einige Leute, mit denen wir ins Gespräch kamen und die wir über unsere Kontaktstelle informieren konnten. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass wir das auch nächstes Jahr wieder machen, vielleicht ja dann sogar bei besserem Wetter.“Korbinian Sautter

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