Eine Reitanlage auf den Panger Feldern

von Redaktion

Gremium des Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschusses spricht sich mehrheitlich für Vorhaben aus

Rosenheim – Die Entscheidung ist gefallen: Auf den Panger Feldern sollen in den kommenden Jahren eine Reit- und Longierhalle, ein Stall für Pensionspferde und ein Reitplatz entstehen. Nach anfänglicher Kritik sprach sich das Gremium jetzt mit 8:3 Stimmen für das Vorhaben aus.

Landwirt Josef Gilg (47) ist erleichtert. Lange hat er gekämpft, jetzt hat die Stadt seinem Antrag grünes Licht gegeben. Allerdings unter einer Bedingung: Die Gesamtanlage muss, so geht es aus den Unterlagen des Stadt- und Baugenehmigungsausschusses hervor, mehr zusammenrücken. Gilg hat daraufhin die Gebäude neu situiert. „Die Anlage wird damit komprimierter und breitet sich deutlich weniger nach Süden aus als in der bisherigen Planung“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Wie berichtet, will Gilg auf seinem Grundstück auf den Panger Feldern drei Gebäude errichten. Unter anderem einen Stall für Pensionspferde. Hier sollen 31 Pferde unterkommen. Das Vorhaben wurde bereits im Juli besprochen. Ohne Gegenstimme hatten sich die Stadträte damals darauf geeinigt, den Antrag zurückzustellen. Geklärt werden sollte unter anderem die Eingrünung, aber auch die Möglichkeit, die Reithalle weiter nach Westen zu verschieben.

Gilg ist, so Oberbürgermeister Andreas März (CSU), den Wünschen des Gremiums nachgekommen. „Die Gestaltung ist jetzt deutlich kompakter“, sagte er. Zustimmung gab es auch vom Fraktionsvorsitzenden der CSU, Herbert Borrmann, der von einer „deutlichen Verbesserung“ sprach. Trotzdem müsse man schnellstmöglich einen Bebauungsplan aufstellen: „Es kann nicht sein, dass wir die Panger Felder zubauen.“ Zudem solle überprüft werden, ob sich die Bauherren an die landwirtschaftliche Privilegierung halten.

„Eigentlich wollen wir die Reithalle nicht“, sagte der Fraktionsvorsitzende der SPD, Abuzar Erdogan. Weil das Vorhaben aber in den Geltungsbereich des privilegierten Bauens fällt, könne man „rechtlich nichts dagegen unternehmen“. Erdogan stimmte zu, allerdings nur unter der Bedingung, dass sich die Verwaltung Gedanken darüber mache, wie es mit den Panger Feldern weitergehen soll. „Wir sind gebrannte Kinder, was die Entwicklung dort angeht“, sagte Stadtrat Franz Lukas (Grüne). Das Bauvorhaben würde das Landschaftsbild zerstören. Gemeinsam mit seinen Fraktionskollegen stellte er sich ganz klar gegen das Vorhaben. Die anderen acht Stadträte stimmten für das Vorhaben. „Im nächsten Jahr fangen wir mit dem Bauen an“, sagte Josef Gilg. hei

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