Rosenheim – Unter Teilnahme vieler einheimischer Freunde, einschließlich Oberbürgermeister Andreas März, wurde Architekt Willy Strasser jetzt im hohen Alter von 91 Jahren in Pang zu Grabe getragen.
Seinem Beruf
verpflichtet
Zeitlebens sah sich der Verstorbene seinem Beruf verpflichtet. Nach dem Studium an der Höheren Staatsbauschule in Salzburg führten ihn seine Wege als Staatsbediensteter am Bayerischen Finanzbauamt von Reichenhall in den 60er-Jahren nach Rosenheim.
Nach reiflicher Überlegung wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und bezog als freischaffender Architekt 1964 mit seiner Frau Marianne und Tochter Barbara sein Eigenheim in Pang am Bründlweg. Mit seinem offenen Wesen und seinem fachlichen Können fand er beste Kontakte zu den einheimischen Bürgern in der damals selbstständigen Gemeinde Pang.
Gerade in den 70er-Jahren hofften viele Mittelständler, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Strasser entwarf passende Wohneinheiten zu erschwinglichen Preisen, die noch heute in Pang Bestand haben. Schnell bekannt wurden sein eigener Baustil schöner Landhäuser, aber auch Bauten wie die der Sparkasse und Raiffeisenbank sowie das Sportheim Pang, die auf seinem Reißbrett entstanden.
Bald gewann er unter der Bevölkerung großes Vertrauen und wurde von 1972 bis 1978 in den Panger Gemeinderat gewählt. Galt es doch die öffentlichen Bebauungspläne der wachsenden Gemeinde zu strukturieren.
Segeln und
Bergwandern
War er auch bis weit in seinen Ruhestand ein gefragter Architekt, so waren ihm seine Familie und seine Leidenschaften Segeln und Bergwandern wichtig.
Nur im Kreise seiner Lieben überwand er den Tod seiner Frau vor neun Jahren. Jetzt in den vergangenen Lebenswochen stand die Familie seiner Tochter mit den Enkelkindern Regina und Oliver tröstend an seiner Seite.fxk