Rosenheim – Die Freiwillige Feuerwehr Rosenheim wäre am vergangenen Dienstag 160 Jahre alt geworden. Doch die aktuelle Corona-Entwicklung ließ den geplanten Gottesdienst zum Gründungsfest in der Stadtpfarrkirche Sankt Nikolaus mit anschließender kleiner Feier nicht zu. Alle Veranstaltungen mussten abgesagt werden.
Am 20. Oktober 1860 wurden in einer Versammlung die ersten Statuten der Rosenheimer Feuerwehr beschlossen, deshalb gilt dieser Tag als Gründungstag. Die Wehr hat sich seitdem zu einer gut ausgerüsteten Institution mit modernen Fahrzeugen und Geräten gewandelt.
Geblieben ist das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute. 365 Tage im Jahr stehen sie rund um die Uhr bereit, um den Bürgern der Stadt und immer wieder auch des Landkreises zu helfen, Schäden abzuwenden oder zu verringern.
Im Vergleich zum Gründungsjahr sind die Frauen und Männer der Rosenheimer Feuerwehr deutlich mehr gefordert, nicht nur wegen der täglichen Corona-Herausforderungen. Fast 1000 Einsätze pro Jahr fordern von den derzeit 152 ehrenamtlichen Einsatzkräften viel, sie müssen daneben auch noch Zeit für die Aus- und Fortbildung opfern. So sieht Kommandant und Stadtbrandrat Hans Meyrl einen guten Weg der Stadt Rosenheim, die Ehrenamtlichen gerade für Routine-Einsätze tagsüber durch hauptamtliche Kräfte zu unterstützen.
Erinnerungen
werden wach
Zum 160. Geburtstag werden auch Erinnerungen wach an das große Festjahr zum 150. Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Rosenheim vor zehn Jahren. Bei vielen gelungenen Veranstaltungen das ganze Jahr über konnte sich die Bevölkerung über Arbeit und Ausrüstung der Feuerwehr informieren, etwa beim Stadtfeuerwehrtag und einem großen Fahrzeug-Korso durch die Innenstadt.
Auch die Weihe der neuen Fahne und ein Festgottesdienst mit anschließendem Fackelzug sind vielen Bürgern in guter Erinnerung geblieben. Veranstaltungen, die zum 160. Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr Rosenheim in diesen Corona-Zeiten leider unvorstellbar sind. Martin Binder