Luftreiniger für Rosenheims Klassenzimmer?

von Redaktion

Bündnis90/Grüne und ÖDP reichen Antrag im Stadtrat ein

Rosenheim – Die Grünen-Fraktion sowie die ÖDP-Stadtratsmitglieder fordern in einem aktuellen Antrag, dass die Klassenzimmer der Rosenheimer Schulen mit „hochwertigen und hocheffizienten Luftreinigern“ ausgestattet werden sollen. Als Begründung geben die Antragsteller an, dass das Lüftungskonzept des Kultusministeriums in Hinblick auf die Corona-Pandemie mangelhaft und während der kalten Jahreszeit nicht umsetzbar sei.

Nach Angaben von Bündnis90/Grüne und ÖDP müssten drei Kriterien erfüllt sein: So müsse der Luftreiniger über einen Hepa-Filter der Klasse 14 verfügen, er müsse geräuscharm arbeiten, damit der Unterricht nicht gestört werde, und die Geräte müssten auf einen Volumenstrom von mindestens dem Sechsfachen des Raumvolumens ausgelegt sein.

Die Antragsteller weisen in der schriftlichen Ausfertigung des Antrags zudem auf eine Studie der Bundesuniversität in Neubiberg hin. Demnach sei das Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik zu dem Ergebnis gekommen, dass kurzes Stoßlüften nicht reiche, um die Viruslast wirklich zu reduzieren. Lüften sei physikalisch nur dann sinnvoll, wenn ein großer Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen bestehe und es draußen ziemlich windig sei. Drei bis fünf Minuten Stoßlüften seien nicht ausreichend. Die Luftreiniger könnten nach Einschätzungen der Grünen und ÖDP über einen Fördertopf des Freistaats finanziert werden.

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