Rosenheim – Alle zwei Jahre führt der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) einen Fahrradklimatest durch. 2018 füllten in Rosenheim 402 Personen den Fragebogen aus. Sie erteilten der Stadt die Note 4,3. Bis zum 30. November besteht nun erneut die Möglichkeit, über die Fahrradfreundlichkeit Rosenheims zu urteilen.
Lob oder kritische
Anmerkungen
„Je mehr Radler die Fragen beantworten, desto aussagekräftiger ist das Ergebnis“, betont Mario Stürzl, Vorsitzender des örtlichen ADFC. 202 Personen haben bisher teilgenommen. Stürzl hofft, dass bis zum Monatsende mindestens so viele Fragebögen ausgefüllt werden wie 2018 oder sogar noch mehr.
Teilnehmer können loben oder kritische Anmerkungen machen. Auf diese Weise soll, so Stürzl, ein möglichst realistisches Bild der Radverkehrsinfrastruktur entstehen. Der Club präsentiert die Ergebnisse im Frühjahr 2021. Bei der Befragung vor zwei Jahren bemängelten die Teilnehmer unter anderem die ungenügende Breite der Radwege. Positiv hoben sie hervor, dass sie viele Einbahnstraßen in der Gegenrichtung benutzen können.
Unabhängig von der Zahl der Teilnehmer – 62, 492 und 402 – kam die Stadt Rosenheim bei den letzten drei Tests bisher über eine Bewertung von 4,0 nicht hinaus. „Ich bezweifle, ob die Note 4 diesmal aus dem Zeugnis verschwindet und durch eine bessere ersetzt wird“, sagt Stürzl.
Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben. Als Kundenbarometer des Radfahrens ist der Fahrradklima-Test ein wichtiger Indikator: Er gibt den Städten und Gemeinden klare Rückmeldungen darüber, wie die Menschen die Situation auf dem Fahrrad wahrnehmen und was sie stresst. Der ADFC-Fahrradklimatest ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet zum neunten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert ihn mit rund 195000 Euro.
Der Bogen lässt sich im Internet unter www.fahrradklima-test.de aufrufen.