Rosenheim – Die überfüllte Wertstoffinsel in der Kranzhornstraße hat in den vergangenen zwei Wochen für Unmut bei den Anwohnern gesorgt. Denn: Wochenlang wurden die Container nicht ausgeleert. Aus gutem Grund, wie die Stadt jetzt mitteilt.
Falschparker
verhindern Leerung
Gerd Höglinger (80) ist verärgert. Als er vor zwei Wochen sein Altpapier wegbringen wollte, stellte er fest, dass die Container bis obenhin voll sind. Eine Woche später dasselbe Bild. Der Senior wählte daraufhin die Nummer der Stadtwerke Rosenheim, machte darauf aufmerksam, dass die Container geleert werden müssen. „Aber auch das blieb ohne Erfolg“, sagt Höglinger. In seinem Frust wandte sich der 80-Jährige an unsere Zeitung. „Das geht einfach nicht. Die Leute schmeißen das Zeug auf die Straße, wenn die Container voll sind.“
Doch dass die Container in den vergangenen zwei Wochen nicht geleert wurden, hat laut Stadt einen Grund: „Durch widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge vor den Wertstoffinseln konnten die Container in der Vergangenheit in Einzelfällen nicht geleert werden.“ Mittlerweile konnte das Altpapier aber abgeholt werden.
Für Höglinger nur ein kleiner Trost. „Es stottert nicht nur der Rhythmus der Containerleerung.“ Er kritisiert auch, dass der Container nur von einer Seite befüllt werden kann und dadurch „ein Drittel des Fassungsvermögens immer leer bleibt“. Grund sei der neue Metallzaun des Kindergartengrundstücks. „Die Zaunnische wurde verengt, sodass man nicht mehr an die Rückseite des Containers gelangen kann“, sagt er. Doch neu scheint das Problem nicht. „Die Einfriedung des Grundstücks besteht seit Langem. Der Zaun wurde 2016 lediglich erneuert. Aufgrund der vorhandenen örtlichen Situation kann der Container nicht anders platziert werden“, so die Stadt.
Wertstoffinseln in
unmittelbarer Nähe
Und auch das Aufstellen eines zusätzlichen Containers mache wegen des fehlenden Platzes keinen Sinn. Auch weil sich weitere Wertstoffinseln in unmittelbarer Nähe befinden. Die Stadt nennt hier Sammelstellen im Geigelsteinweg, Am Grieß, in der Äußeren Münchner Straße sowie die in der Grubholzer Straße. Anna Heise