Zur Berichterstattung über den „Winter in Rosenheim“ (erschienen im Lokalteil):
Bravo für die Verantwortlichen der Stadt Rosenheim, die es durchgesetzt haben, einen Christkindlmarkt light durchzuführen. Scheinbar hat man keine Konsequenzen aus dem Starkbierfest im Frühjahr gezogen, denn da waren die Covid-19-Superspreader die Skirückkehrer aus Ischgl und dem übrigen Tirol und nicht die voll besetzte Bierhalle. Nachdem Rosenheim nach wie vor ein Hotspot ist, veranstaltet man jetzt einen Weihnachtsmarkt, um die Viren schön zu verteilen. Wenn man über den Max-Josefs-Platz geht, sieht man überall Grüppchen beisammenstehen, die natürlich, wie sollte es anders gehen, ohne Maske essen und trinken. Man sieht zwar jede Menge Hostessen, die fleißig die Falschparker aufschreiben, aber ich habe noch niemanden gesehen, der die nicht Maske tragenden Leute anspricht. Da kann ich nur sagen: weiter so. Nur schade, dass diese Unvernunft von offizieller Seite alle braven Mitbürger tragen müssen, die sich an sämtliche Regeln halten. Ich bin schon gespannt, wem man dieses Mal den Schwarzen Peter unterschieben wird, wenn die Infektionszahlen in die Höhe gehen.
Ursula Orlitzky
Rosenheim