Kolbermoor – Die Bayerische Staatsregierung will die Abstandsflächentiefe von Gebäude zu Gebäude verringern. Heißt: Die Abstände von Haus zu Haus sollen kleiner werden – von der bisherigen Wandhöhe bis zum nächsten Gebäude sollen die Abstände jetzt nur vier Zehntel der Wandhöhe betragen. Ziel dieser Reform sei es, eine dichtere Bebauung auf den Weg zu bringen. Darüber hat sich jetzt auch der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung vorberatend unterhalten, einen Beschluss gab es nicht. Binnen zwei Wochen müssen die Kommunen zu einem Ergebnis kommen, wie sie es künftig handhaben wollen. Rathauschef Peter Kloo (SPD) sagte in der Sitzung, dass diese Satzung jetzt seitens der Regierung durchgepaukt wurde. „Die Abstandsflächen sind ein sinnvolles Regularium“, so Bürgermeister Kloo. Deshalb wolle man die auch beibehalten – südlich der Mangfall und nördlich der Bahnlinie. Vor allem solle die Wohnqualität und der Wohnfriede mit den bisherigen Abständen beibehalten werden, sagte Alexander Lemke-Glashauser von der Stadtverwaltung auf Anfrage. Im Innenstadtbereich sei die engere Vorgabe in Ordnung – nicht aber in Siedlungsbereichen. iw