Rosenheim – Auch die hiesigen Sparkassen sparen Kosten. Die öffentlich-rechtlichen Institute legen genauso Filialen zusammen, wie die privaten. Für einen Leser der OVB-Heimatzeitungen bedeutet dies: Überweisungen sind ihm nicht länger unbeschwert möglich. Bislang wandte er sich mit seinen Geldtransfers an die Filiale am Kardinal-Faulhaber-Platz. Doch dort ist inzwischen kein Schalter mehr persönlich besetzt.
Bedienungsschalter
wurde eingespart
„Die Filiale hat uns nämlich außer dem Auszahlungsschalter auch den Überweisungsschalter abmontiert“, schreibt der OVB-Leser. Und tatsächlich: Statt Bankangestellter finden Kunden dort nur noch Selbstbedienungsmöglichkeiten: Überweisungen bleiben möglich, aber dafür braucht’s die Kenntnis, wie die Automaten vor Ort zu bedienen sind.
„Im Fall der Zusammenlegung der Geschäftsstelle Kardinal-Faulhaber-Platz mit den nahegelegenen Geschäftsstellen zum 30. September 2020 haben wir unsere Sparkassenkunden bereits Mitte August 2020 auf dem für sie passenden Weg informiert: persönlich durch einen Berater sowie über ein postalisches Schreiben“, reagiert die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling auf eine Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.
Im Zuge dieser Zusammenlegung habe die Bank auch geprüft, inwiefern die größere Distanz für Kunden zumutbar sei, gerade im Blick auf ältere Kunden. „Dabei sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Entfernung zur nächstgelegenen Geschäftsstelle in der Hochgernstraße 650 Meter betrifft und diese als fußläufig einzustufen ist“, antwortet die Sparkasse.
In dieser Filiale wie auch den übrigen Geschäftsstellen der Sparkasse könnten Kunden auch den „beleghaften Zahlungsverkehr“ nutzen. Sprich: Dort sei es möglich, Geldtransfers analog und klassisch mittels Überweisungsträger vorzunehmen. Zusätzlich nehme das Kreditinstitut die Anliegen ihrer Kunden auch telefonisch auf. Doch dieses Angebot ist augenscheinlich nicht bis zu besagtem Leser durchgedrungen. Denn dieser moniert, der Weg zur Sparkassenzentrale an der Kufsteiner Straße sei für ihn wie auch für viele andere zu weit, eine Taxifahrt dorthin zu teuer.
Überweisungen in Briefkasten einwerfen
Die Zufriedenheit der Kunden sämtlicher Altersgruppen liege der Sparkasse am Herzen. „Dass die Veränderung dieses Standortes gerade für Seniorinnen und Senioren eine Herausforderung bedeutet, ist uns bewusst. Deswegen sind wir bestrebt, gerade diese Kundengruppe rechtzeitig und ausreichend über Veränderungen und andere Möglichkeiten zu informieren – etwa über den Einwurf eines Überweisungsträgers an jeder anderen Sparkassengeschäftsstelle“, sagt das Institut. Dort bedauert man, dass dieses Bemühen offenbar nicht hundertprozentig Früchte getragen habe. jek