Zum Bericht „Der Streit um die Parkplätze, erschienen im Lokalteil:
Rosenheim hat sich schon lange nicht mehr als besonders besucher- oder gastfreundlich hervorgetan. Besonders drückt sich das in den unfreundlichen Parkgebühren aus. So ist der Vorschlag von Herrn Borrmann sehr zu begrüßen, unsere Kunden und Gäste mit zwei kostenlosen Stunden in den Parkhäusern zu locken – wenn Einzelhandel und Gastronomie wieder öffnen dürfen.
Auch der Vorschlag, die Loretowiese zu bewirtschaften, kann sinnvoll sein, wenn man es richtig macht – als Langzeitparkplatz. Für Besucher der Stadt, die länger bleiben wollen, weil sie Freunde treffen, mit ihnen shoppen und Cappuccino trinken wollen. Auch für in der Stadt Beschäftigte kann es von Vorteil sein, wenn auf der Loretowiese wieder Platz ist, weil die Dauerparker weg sind.
Zwei Euro für zwölf Stunden wäre ein fairer Tarif. Mit diesen Einnahmen könnte man den Verlust der Parkhäuser für eine kostenlose Stunde ausgleichen. Und noch einen Vorteil hätte diese Lösung: Das Monatsticket für den Bus würde im Vergleich zur Fahrt mit dem eigenen Auto nicht mehr teurer sein. Vielleicht würde das helfen, die ziemlich leer fahrenden Busse etwas besser zu füllen. Wie jeder weiß, haben wir die größten Verkehrsprobleme im Berufsverkehr, und hier müssen wir ansetzen, nicht bei unseren Gästen und Kunden, die mit dem Auto kommen.
Wichtig ist, dass diese Maßnahmen, zwei Stunden, (später vielleicht einmal nur eine Stunde), kostenlos im Parkhaus, und günstig auf dem Langzeitparkplatz Loretowiese parken, auch beworben werden, zum Beispiel durch einen Hinweis an jeder Parkinfo-Anzeige an den Einfallstraßen. Unsere schöne Innenstadt, die ins künstliche Koma versetzt wurde, braucht jede Hilfe um wieder auf die Beine zu kommen.
Gerhard Buluschek
Rosenheim