Rosenheim – In der Klepperstraße – zwischen der Hausnummer 20 und der Einfahrt zum Klepperpark – darf ab sofort nicht schneller als 30 km/h gefahren werden. Das haben die Mitglieder des Verkehrsausschusses jetzt beschlossen.
So richtig einig war man sich nicht in den Reihen der CSU. Während ein Teil der Fraktion den Vorschlag der Verwaltung begrüßte, das Tempolimit von 50 auf 30 zu senken, stimmte ein Teil dagegen. „Tempo 30 ist nicht zielführend“, sagte Herbert Borrmann, Fraktionsvorsitzender der CSU.
Grundlage der Diskussion war ein Antrag der Grünen. In diesem forderten sie die Verwaltung auf, eine Verbesserung der Querungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer über die Klepperstraße im Bereich der Bahnhofsunterführung zu beschließen. Die Straßenführung in diesem Bereich sei sehr unübersichtlich. Es sei schwierig und zudem gefährlich, die Straße zu kreuzen. „Es gibt keine Geschwindigkeitsbegrenzung, keinen Fußgängerüberweg und auch keine Drückampel“, heißt es in dem Antrag.
Gemeinsam mit der Polizeiinspektion Rosenheim hat die Stadtverwaltung daraufhin die Situation vor Ort überprüft. „Der kurvige Straßenverlauf hat teilweise Auswirkungen auf die Sichtverhältnisse zwischen dem Kfz-Verkehr sowie den querenden Fußgängern und Radfahrern“, teilt die Stadt mit. Nach Abstimmung mit der Polizei sei man deshalb zum Ergebnis gekommen, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h im Bereich zwischen Dekra, Klepperstraße 20 und dem Zu- und Ausfahrtsbereich zum Klepperpark zu einer Verbesserung der Gesamtsituation führen kann.
Zufrieden mit dieser Entscheidung sind auch die Grünen. „Wir können damit leben“, sagt Fraktionschef Franz Opperer. Allerdings hätte er sich gewünscht, dass auch über die Mittelinsel in Höhe des Ein- und Ausgangs der Bahnhofunterführung diskutiert worden wäre. Diese biete zwar genügend Platz für ein normales Fahrrad, Lastenräder oder Räder mit Anhängern würden dort aber nicht drauf passen. „Das ist aber notwendig. Gerade in der heutigen Zeit, wo das Fahrrad zum Universaltransportmittel geworden ist“, sagt Opperer.
Oberbürgermeister Andreas März (CSU) sagte, er könne diesen Vorschlag gerne noch einmal überprüfen lassen. Mit 7:3 Stimmen sprachen sich die Mitglieder dafür aus, die Geschwindigkeit im besagten Bereich zu reduzieren. Anna Heise