Rosenheim – Kinderbetreuung während der Corona-Pandemie zu organisieren bleibt eine Herausforderung. Zumindest was die Beitragszahlung angeht, gibt es für die Rosenheimer Eltern jetzt aber auch eine gute Nachricht.
Mehraufwand
von 130000 Euro
Seit Januar 2021 ist die Kinderbetreuung in Rosenheim wieder erheblich eingeschränkt. Viele Einrichtungen sind coronabedingt geschlossen, angeboten wird lediglich eine Notbetreuung. Damit die Eltern nicht für etwas bezahlen müssen, das sie nicht in Anspruch genommen haben, hat der Freistaat Bayern bekannt gegeben, einen Teil der Kosten zu übernehmen. Die Rede ist von „einem durchschnittlichen Beitragssatz in Höhe von 70 Prozent“ für die Monate Januar, Februar und März 2021.
Für die restlichen 30 Prozent will die Stadt aufkommen. Dafür haben sich die Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung jetzt ausgesprochen. Nur Georg Kaffl (CSU) stimmte dagegen. Er erinnerte an die ohnehin schon schwierige Haushaltssituation. Denn für die Stadt bedeutet der Zuschuss einen finanziellen Mehraufwand von rund 130000 Euro. „Da noch nicht alle Träger den Antrag auf den staatlichen Anteil des Beitragsersatzes im Förderprogramm des Freistaats Bayern gestellt haben, kann auch der kommunale Anteil noch nicht exakt berechnet werden“, teilt die Verwaltung mit. Zwar zeigte SPD-Fraktionschef Abuzar Erdogan Verständnis für den Einwurf seines CSU-Kollegen, er erinnerte aber auch daran, dass man nicht Geld verlangen könne, für etwas, das nicht in Anspruch genommen worden ist. „Wir hätten noch mehr tun müssen, aber es ist ein erster Schritt“, fügte er hinzu.
Den Beitragsersatz erhalten Träger für alle Kinder, die die Notbetreuung an jeweils nicht mehr als fünf Tagen im Monat in Anspruch genommen haben und den Elternbeitrag nicht erhoben oder zurückerstattet haben, heißt es vonseiten der Verwaltung. Ausnahme sei das Mittagessen an bis zu fünf Anwesenheitstagen. „Eltern sollten mit den Trägern oder Einrichtungsleitungen sprechen, wie die dort die Rückzahlung der bereits gezahlten Kita-Beiträge geregelt wird“, heißt es aus dem Rathaus. hei