Zu den Berichten „Nicht nur ein Platz zum Rumsitzen“ und „Ideensammlung für den Innspitz“:
Einfach nur sitzen und schauen“, und das in Ruhe, ist ein gutes Konzept für den Innspitz. Nirgends in der Stadt gibt es einen vergleichbaren Platz zum „Seele baumeln lassen“ und um zentrumsnah wirklich zur Ruhe zu kommen, als dort, wo die beiden Flüsse zusammenkommen. Und es ist gerade im Frühjahr gut zu beobachten, wie viele Menschen genau das dort machen und den Platz am Wasser dafür nutzen. Der Innspitz ist im Mangfallpark der naturbelassenste Platz und auch der Übergang zur Natur auf beiden Seiten des Inns. Wasser trägt den Schall sehr weit, sodass das Argument der geringen akustischen Störung nicht zutrifft. Dies führt zur Beunruhigung der Tiere auf beiden Seiten des Inns.
Für das „Urbanautenkonzept“ beziehungsweise den guten Ansatz der Grünen – gibt es in Rosenheim viele gut geeignete Plätze und „Unorte“, die von einer Belebung und Aufwertung profitieren würden. Der Innspitz ist es nicht.
Ursula Fees
Rosenheim
Wie ich in verschiedenen Portalen lesen konnte, stellten verschiedene Parteien den Antrag, dass der Innspitz belebt werden soll. Die Vorschläge reichen von einem Volleyballfeld bis hin zu einem „Büdchen“, ich nehme an, dass es sich um eine Art Kiosk handelt. In über zehn Jahren war dieser Platz immer wieder im Gespräch und es gab schon früher Anfragen, die aber aus guten Gründen nie umgesetzt werden konnten.
Ich frage mich, wieso es schon wieder zu Anträgen kam und mit stetig steigendem Druck immer Neues gesucht wird, wo sich der Mensch entfalten und „in Bewegung“ gebracht werden soll. Wie kann es sein, dass gerade jetzt die Stadt neue Zonen sucht, die vermeintlich verbessert werden sollen, obwohl sie davor schon andere Probleme hatte, die eigentlich mehr Aufmerksamkeit benötigen, als das Eröffnen einer neuen Baustelle? Vielleicht liegen die Vorteile des Innspitzes gerade in seiner Wildheit, da sich Menschen gern dort treffen, um eben nur in der Natur zu sein, weil es ein Platz ist, wo man sich ohne Konsum und ohne Reize von außen begegnen kann.
Lasst den Innspitz bitte so oder etwas „verwildern“, dann hätte die Natur auch etwas davon und legt den Fokus der Verbesserungen auf den Mangfallpark. Den Mangfallpark, wie wir ihn nun kennen, gibt es seit 2010 – seit der Landesgartenschau. Dort gibt es schon genug Plätze, wo meines Erachtens sich die Stadt mit vorhandenen Problemen auseinandersetzen sollte. Einige Beispiele wären die Minigolfanlage, die keine Schattenplätze hat. Oder auch die Arche, die schließen musste (was gewiss nicht am liebevollen Personal lag), oder der Spielplatz, wo der Zaun hinter den Büschen einfach aufhört und Familien von anderen darauf hingewiesen werden müssen, da die Kinder auch gerne dort hinten am Wasser spielen.
Carlotta Wittenberg
Rosenheim