Rosenheim – Für eine attraktive Gestaltung der Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen für Pfleger wollen sich die Rosenheimer Grünen und ÖDP-Stadtrat Horst Halser einsetzen. In einem Antrag fordern sie die Stadt Rosenheim zusammen mit dem Landkreis als Träger des Romed-Klinikverbundes auf, hierfür ein Konzept zu erarbeiten. Miteinbezogen werden sollen hierfür unter anderem finanzielle Anreize wie Gutscheine, günstiger Wohnraum sowie Förderungen in Sachen Mobilität, zum Beispiel in Form eines Jobtickets. „Unsere Mitarbeiter in den Romed-Kliniken leisten tagtäglich einen existenziellen Beitrag, um die gesundheitliche Versorgung zu gewährleisten und aufrecht zu halten“, heißt es in dem Antrag. Das sei gerade inmitten der Pandemie von größter Bedeutung. Aktuell bewege sich Personalbemessung für die zu pflegenden Patienten in den Romed-Kliniken an der Untergrenze. „Das bedeutet für unsere Pfleger einen ständigen Kampf, den Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden und führt damit zu extremer psychischer und physischer Belastung“, schreiben Grüne und ÖDP. Daher werde es auch immer schwieriger, Personal und Nachwuchs für den Beruf zu finden. Bemerkbar mache sich das vor allem auf den Intensivstationen. „In Rosenheim allein stünden noch 26 Intensivbetten zur Verfügung, aber das Personal fehlt. Daher kommt es mittlerweile auch schon zu Engpässen bei regulären OPs“, heißt es vonseiten der Grünen. Aus diesem Grund gebe es dringenden Handlungsbedarf, um den Beruf der Pfleger innerhalb des Romed-Klinikverbundes attraktiver zu gestalten.