Rosenheim – Unter großer Anteilnahme der Trauergemeinde verabschiedeten sich Domkapitular Dekan Daniel Reichel, die Familie, Freunde, Bekannte, die Fahnenabordnungen der Ortsvereine sowie die Blaskapelle am Wasen von Anton Fingernagel, der mit 73 Jahren zu Gott heimkehrte.
Geboren wurde Fingernagel am 5. September 1947 in Pang und wuchs mit drei Geschwistern bei seinen Eltern in Hohenofen auf. Nachdem er seine „Käthi“ kennenlernte und sie 1980 heiratete, kehrte er in ihr gemeinsames erbautes Eigenheim nach Pang zurück. Aus dieser Ehe gingen ein Sohn und zwei Töchter hervor, in der er als geliebter Vater und Opa auch sehr viel Zeit mit seinen Enkelkindern verbrachte. Durch seinen Glauben an Gott und Familienzusammenhalt schöpfte der überzeugte Katholik Kraft und Energie für seine Lebensphilosophie.
Nach dem Schulabschluss begann er seine Lehre als Kfz-Mechaniker, was er als Beruf bis 1989 ausübte. Danach arbeitete er als Angestellter beim Arbeitsamt Rosenheim. Dieser Beschäftigung widmete er sich mit Freude bis zu seinem Renteneintrittsalter.
Außerdem engagierte sich der Bürger von Pang bei vielen vereinsgemäßen Aktivitäten. „Da Done“ – wie man ihn kannte und ansprach – verpflichtete sich zunächst ehrenamtlich mit verschiedenen Funktionen beim SV Pang, ehe er 1985 als „Spätberufener“ zur Feuerwehr Pang eintrat. Neben allen erforderlichen und abgelegten Abzeichen verwaltete er das Amt des Schriftführers von 1988 bis 2009, das nebenbei auch noch die Funktion des „Nikolaus“ beinhaltete. Schließlich erwarb er noch das Ehrenabzeichen als Ehrenmitglied der Feuerwehr Pang bei einer Feier 2010.
Fingernagel lebte und genoss mit Begeisterung die Feste und Feiern in Pang und Umgebung und beteiligte sich daran mit Rat und Tat. Darüber hinaus war „Da Done“ durch seine Kontaktfähigkeit und Gesprächsbereitschaft zu und mit anderen Menschen eine prägende und unvergessliche Persönlichkeit im südlichen Teil von Rosenheim.
Die Blaskapelle „Am Wasen“ verabschiedete sich mit den Traueranwesenden sowie den Fahnenabordnungen der Ortsvereine nach der Einsegnung durch die Geistlichkeit und Nachrufs des Feuerwehrvorstands Thomas Fischbacher am Grab mit dem Lied „Vom guten Kameraden“. sh