„Nicht im Sinne von Siegfried“

von Redaktion

INTERVIEW Zauberer Günther Schmitt kritisiert Vorgehen

Rosenheim – Um an die Magier Siegfried und Roy zu erinnern, plant der Historische Verein, wie berichtet, eine temporäre Ausstellung im Ballhaus, bei der auch Illusionsstücke gezeigt werden sollen. Kritik dafür gibt es von Günther Schmitt, Vorsitzender des Rosenheimer Vereins „Club der Zauberer“.

Was stört Sie an der Ausstellung?

Gegen eine Ausstellung im Ballhaus ist sicherlich nichts einzuwenden. Ich finde es nur bedauerlich, dass hier Personen, die mit der Zauberei sehr wenig am sprichwörtlichen „Zauberzylinder“ haben, das Ganze initiieren und die örtlichen Zauberer übergehen. Fakt ist auch, dass dies alles in sehr großem Stil abgehandelt werden soll, wofür viele Sponsorengelder erforderlich werden. Das wäre nicht im Sinne von Siegfried gewesen.

Sondern?

Sein Ansinnen war es immer, in Rosenheim den Nachwuchszauberern und Amateuren eine Plattform zu bieten und diese zu fördern. Ein kommerzieller Gedanke sollte hier nach seinem Wunsch nicht im Vordergrund stehen.

Hört sich an, als ob Sie schon konkrete Ideen haben?

Kurz nach dem Tode von Siegfried habe ich seinem Neffen Marinus in einem Telefonat vorgeschlagen, in Rosenheim eine Zauberveranstaltung zu organisieren. Veranstalter sollte der Club der Zauberer Rosenheim sein unter der Schirmherrschaft des Magischen Zirkels von Deutschland. Dies wurde mit großer Begeisterung aufgenommen. Klar war aber auch, dass diese Veranstaltung wegen Corona voraussichtlich erst im Jahr 2022 stattfinden kann. In Erwägung gezogen wurde sogar eine zweijährliche Wiederholung einer derartigen Veranstaltung.

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