Die Brieftauben fliegen wieder

von Redaktion

Die Reisevereinigung Oberland ruft Bürger zu Mithilfe auf

Rosenheim/Tuntenhausen – Für die Brieftaubenzüchter der Reisevereinigung (RV) Oberland wird es wieder spannend. Ihre Brieftauben fliegen. An den Wochenenden bis Ende August stellten die gefiederten Sportler ihren Orientierungssinn und ihre Schnelligkeit wieder unter Beweis. Wegen ungeeigneter Witterung musste zwar der geplante Start um eine Woche verschoben werden, aber nach einem Trainingsflug ab Dasing (80 Kilometer) wurden sie dann am 1. Mai zum ersten Wertungsflug an den Start gebracht und zwar im 160 Kilometer entfernten Ulm. Die erste Taube landete dabei bei Alfred Forster in Rosenheim. Die zweite bei Alois Rappold in Mintsberg-Schechen und die dritte Taube bei Jakob Gerg in Ostermünchen.

Eine Woche später stand dann der zweite Distanzflug an. Ab 9 Uhr ging es in Laichingen an den Start der 190 Kilometer langen Strecke. Die schnellste Taube landete bereits um 11.13 Uhr bei Emmeran Weigl in Moos (Gemeinde Baiern). Der zweite Platz ging an Gerhard Eichler, Glonn, und Platz drei an Alois Rappold. Nur eine Woche später fand in Esslingen schon der dritte Distanzflug statt. Gestartet wurde hier um 8.25 Uhr. Und schon um 10.36 Uhr landete die Siegertaube nach einem 220 Kilometer langen Flug bei Franz Ertl in Ostermünchen/Berg. Die Fluggeschwindigkeit betrug stolze 1750 Meter pro Minute. Die zweite Taube gehörte Martin Seidel aus Langenpfunzen von der Schlaggemeinschaft Oberberger und die dritte Taube Lenz Untereichmeier in Kronstaude, Schechen.

Beim kürzlichen vierten Distanzflug am Pfingstmontag war der Start dann im badischen Karlsruhe. Die Entfernung lag bei 300 Kilometern. Alois Rappold hatte hier die beste und drittbeste Taube, Josef Huber aus Biberg die zweit-, viert- und fünfbeste Taube. Als weitere Auflassplätze in der Altreise sind noch Landau/Pfalz, Homburg/Saar, dreimal Saarlouis und zweimal Arlon in Belgien geplant.

Eine Bitte, die RV-Vorsitzender Jakob Gerg, immer wieder am Herzen liegt, betrifft verirrte und verletzte Brieftauben. Sein Aufruf lautet daher: „Treffen Sie eine Erstversorgung mit Wasser und dazu Vogelfutter, Sonnenblumenkerne oder Mais. Durch diese Erstversorgung und einer Erholungspause erholt sich die Taube schnell und fliegt dann gewöhnlich wieder Richtung Heimat.“ Weiter erklärt Gerg: „Übrigens haben Brieftauben immer zwei Ringe. An jedem Fuß ist dabei ein Ring. Einmal der Verbandsring mit Vereinsnummer, die andere ist der Elektronikring mit der Nummer des Züchters.“

Weitere Hilfe unter www.brieftauben.de oder beim Zugeflogenendienst unter der Telefonnummer 0800/372-0076 zu erfahren. ws

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