Eisvogel brütet an der Mangfall

von Redaktion

Bereich der Steilufer in der Aisingerwies in Absprache mit Wasserwirtschaftsamt gesperrt

Rosenheim – Im Laufe der Zeit hat sich an der Mangfall im Bereich Aisingerwies ein natürliches Steilufer gebildet. Der Eisvogel ist auf solche Steilufer angewiesen, da er sich Brutröhren, die bis zu einem Meter lang sein können, in das Erdreich gräbt. Somit bietet das Steilufer der Mangfall einen idealen Brutplatz.

Art gilt als „gefährdet“

Allmählich hat sich die Kiesbank so verändert, dass ihr Ufer mittlerweile nur noch wenige Meter von der Brutröhre entfernt ist. Der Eisvogel ist jedoch störungsempfindlich und hat in Bayern in der Roten Liste der bedrohten Arten bereits den Status „gefährdet“.

Da sowohl die Kiesbank, als auch die Mangfall in diesem Bereich sehr frequentiert sind, hat die Kreisgruppe Rosenheim des Landesbundes für Vogelschutz in Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim einen Bereich um den Brutplatz ab Anfang Mai abgesperrt. Damit kann der farbenprächtige Vogel in seinem Lebensraum in Ruhe brüten.

Das Eisvogelpaar konnte beide Jahresbruten ungestört aufziehen. Das „Projekt Eisvogel“ ist somit ein Beispiel dafür, wie ein Miteinander von Artenschutz und Freizeitaktivitäten gelingen kann.

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