Kunst im öffentlichen Raum

von Redaktion

Beim „Transit Art Festival“ gestalten zwei Teams und zwei Solokünstler fünf Wände

Rosenheim – Das „Transit Art Festival 2021“ der Stadt Rosenheim ist zu Ende: Nach musikalischem Auftakt beim Sponsor VR Bank und viel guter Laune machten sich an exponierten Wänden in der Stadt ein hiesiges und ein Würzburger Künstlerteam ans Werk, außerdem ein bayerischer und ein griechischer Street- Art-Künstler.

Skepsis bei
manchen Passanten

Garniert mit Festival-Aufstellern, Liegestühlen und den von fern auffallenden knallroten Hebebühnen zog die mehrtägige Aktion einige Aufmerksamkeit auf sich. Manchmal zeigten sich Passanten skeptisch – klar, denn zu Beginn sieht man an der Wand, oder im Fachjargon „Mural“, erst einmal nur eine Art Vorskizze. Doch die Reaktionen eigentlich aller Einheimischen fielen sehr positiv aus. Vor allem an der Mangfall, wo das Rosenheimer Trio Cultrona, Brandlhuber und Brader auf Augenhöhe mit dem Publikum und wegen des Hochwassers mit Verzögerung agierte, gab es viele aufgeschlossene und interessierte Rückmeldungen.

Hebebühne erweist
sich als zu klein

An einem vorgesehenen Schauplatz passierte ein Malheur: In der Dr.-Geiger-Straße erwies sich die erste Hebebühne als zu klein und die zweite als zu schwer – sie sank in die Teerdecke ein und die Aktion musste abgebrochen werden. Doch diese Wand soll im Laufe des Jahres noch einmal separat in Angriff genommen werden, wie Galerieleiterin Monika Hauser-Mair mitteilte.

Zum Glück wurde erfolgreich improvisiert: Die Inhaber von Modepark Röther stellten kurzfristig eine weitere Wand zur Verfügung, sodass Künstler Gera doch noch auf seine Kosten kam, mit einem spektakulären Großformat. Monika Hauser, beim Besuch am Modepark angetroffen, zeigte sich sehr zufrieden mit der diesjährigen Street-Art-Aktion: „Zunächst einmal danken wir der VR Bank, ohne deren Unterstützung wäre das Festival so nicht möglich, und gerne arbeiten wir wieder mit der Bank zusammen! Uns ist es wichtig, dass die Transit Art als eigenständige, hochprofessionelle Kunstform anerkannt wird. Das Ziel ist dabei nicht, dass nach und nach alle Wände Rosenheims komplett bemalt werden. Es geht vielmehr darum, einzelne gezielte Impulse zu setzen – damit wird der Blick auch auf vorher vermutlich weniger bekannte Ecken gelenkt, die Betrachterinnen und Betrachter können sich dann mit der Kunst im öffentlichen Raum auseinandersetzen.“

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