Rosenheim – Die Bundespolizei hat bei Grenzkontrollen zwei Männer festgenommen, die sich die Einreise von Österreich nach Deutschland erschwindeln wollten. In einem internationalen Reisezug überprüften die Beamten am Dienstag die Papiere eines Bulgaren. Dabei stellten sie gewisse Unregelmäßigkeiten fest. Der vermeintliche Bulgare musste seine Zugfahrt am Rosenheimer Bahnhof beenden. Bei der anschließenden Befragung in der Bundespolizeiinspektion stellte sich rasch heraus, dass er seine Identität nur erfunden hatte. Der 43-Jährige räumte ein, tatsächlich Kurde zu sein. Zur Herkunft des gefälschten Dokuments wollte er sich nicht äußern. Er wurde wegen seines unerlaubten Einreiseversuchs und Urkundenfälschung angezeigt. Die Staatsanwaltschaft ordnete an, dass er als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren 600 Euro zu hinterlegen hat. Einem Nigerianer blieb die Einreise in die Bundesrepublik hingegen verwehrt. Der Afrikaner war in einem Fernreisebus aus Italien unterwegs. Bei dem nigerianischen Pass hatten die Bundespolizisten sogleich Bedenken. Eine genauere kriminaltechnische Überprüfung der Urkunde in Rosenheim belegte, dass es sich um ein falsches Dokument handelt. Den Vorwurf der Urkundenfälschung wies der vorläufig festgenommene 37-Jährige jedoch von sich. Mit einer Strafanzeige im Gepäck musste er laut Bundespolizei nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen das Land wieder verlassen.