Benefizkonzert für Kinder in Uganda

von Redaktion

Veranstaltung bringt 1110 Euro Erlös – Schulbau ist das Ziel

Rosenheim – In der Kirche St. Hedwig fand jetzt ein Benefizkonzert für das Förderprojekt „Matoke“ statt, das eine Buschschule in Uganda unterstützt. Unter dem Titel „Sonnenstrahlen“ trugen die Interpreten zur Freude des Publikums getragene Kirchenmusik und fröhliche Gospels vor.

Beifall und
Zugabe-Rufe

Im ersten Teil des Konzertes wurde die Sopranistin Sieglinde Zehetbauer von Herbert Weß an der Orgel begleitet. Die Gospelmusik trugen Zehetbauer und Sebastian Gigglinger am Saxofon vor, wofür sie mit Stehbeifall und Zugabe-Rufen belohnt wurden. Christa Gromotka, Projektleiterin von „Matoke“, ist sich sicher, dass es ein weiteres Benefizkonzert geben würde. Das erfreuliche Spendenergebnis beträgt 1110 Euro.

Mit dem Geld wird die Buschschule Mukisa Parent School in Uganda unterstützt. Gromotka erläuterte den Zuhörern die Arbeit des Vereins: „Armut war der Beweggrund für uns, etwas zu beginnen, was fast aussichtslos war.“ Zur Zielsetzung des Vereins gehört, das Grundrecht auf Bildung im Dorf Kjiunga so umzusetzen, dass arme Kinder die Mukisa Parent School besuchen können. „Wir helfen bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln, mit Hygieneartikeln und übernehmen die Kosten für Lehrergehälter, Schulgeld und medizinische Versorgung in Einzelfällen.“

In der Schule in Uganda herrschten noch vor wenigen Jahren armselige Zustände, es gab nur Schilfmatten, keine festen Mauern und kein Dach. In sechs Klassenzimmern und einem Kindergarten besuchen heute etwa 250 Kinder die Mukisa Parent School. Daneben gibt es ein Lehrerhäuschen für die Schulleitung, drei kleine Zimmer für weitere Lehrkräfte oder Übernachtungskinder, drei Regenwassertonnen und seit 2019 auch eine Schulküche und einen Brunnen mit Trinkwasser. Der Computerraum wartet derzeit auf den Stromanschluss. Inzwischen platzt die Schule aus allen Nähten, in Räumen mit 16 Quadratmetern sitzen 25 Kinder. Wegen Platzmangel können nicht mehr alle schulpflichtigen Kinder aufgenommen werden, deshalb ist das nächste große Ziel, eine weitere Schule zu bauen. Das Grundstück wurde von einem Partnerverein aus der Schweiz bereits gekauft und wartet nun auf die Bebauung.

Große Probleme
durch den Lockdown

„Die momentane Situation mit dem harten Lockdown beschert den Familien riesengroße Probleme. Es fahren keine Transportmittel, daher gibt es keine Arbeit, kein Geld und der Hunger ist jeden Tag präsent“, berichtet Gromotka. Aufgrund der schlimmen Zustände bat der „Matoke“-Verein mit dem Benefizkonzert um Spenden, „damit die Strahlen der heutigen Musik bis nach Uganda reichen“. mix

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