Rosenheim – Im Zuge der Zusammenarbeit von Sozialseminar Rosenheim, Kunstverein und Volkshochschule Rosenheim gründeten Rosenheimer Bürger 1971 das Rosenheimer Forum für Städtebau und Umweltfragen. Der unwiederbringliche Verlust historischer Bauten und Ensembles sowie die autogerechte Zurichtung der Stadt hatten für Empörung gesorgt und zu bürgerschaftlichem Engagement motiviert.
Heute ist die Situation anders, aber in mancher Hinsicht vergleichbar: Obwohl seit Jahren bekannt ist, dass auf den Klimawandel und andere Probleme reagiert werden muss, entsteht der Eindruck, dass auf kommunaler Ebene alles weiter wie bisher läuft. Dabei gilt es, historische Bausubstanz, etwa am Rossacker, zu schützen. Bürgerliches Engagement ist gefordert, um Schlimmeres zu verhindern.
Nachdem die Jahresversammlung vergangenes Jahr ausfallen musste, wurde dieses Jahr der Handlungsbedarf in Stadt und Region umso dringlicher thematisiert. Das Rosenheimer Forum beschloss, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die anstehende Probleme strukturieren und auf kommunaler Ebene konkretisieren soll. Diese sollen, quasi zum 50-jährigen Bestehen, mit der Reihe „Reden über Rosenheim“ öffentlich vorgestellt und diskutiert werden.
Außerdem wurde in der Versammlung angeregt, bei einem Stadtspaziergang aktuelle Brennpunkte wie hohe Biertanke neben der Rossackerkapelle, ein neues Hochhaus in der Wittelsbacherstraße und ein weiteres Hochhaus in der Samerstraße in Augenschein zu nehmen und die Folgen für die Stadtentwicklung abzuwägen. Zu Arbeitskreis und zu Stadtspaziergang wird noch genauer informiert.
Die Wahlen bestätigten den bisherigen Vorstand Dr. Hermann Biehler, Claudia Grosse und Rainer Heinz sowie den Kassier Armin Furtner und die Schriftführerin Gisa Prokop für zwei weitere Jahre im Amt. Eine Erneuerung des Vorstands wird angestrebt. Robert Haidacher bleibt Revisor. Künftig wird er von Albin Stieber, der die Nachfolge von Ada Krenn antritt, unterstützt.