Im Wandel zum urbanen Stadtgebiet

von Redaktion

Interessensgemeinschaft Aicherpark will Verkehrsanbindung für das Gelände ausbauen

Rosenheim – Für Harald Bühler war es eine Premiere: Zum ersten Mal führte der Sprecher der Interessengemeinschaft Aicherpark (IG) durch die Hauptversammlung der Gemeinschaft. „Ich liebe es, Menschen zusammenzubringen. Daran werde ich arbeiten“, versprach der Nachfolger Hans Schussmanns zum Beginn der Versammlung. Den Gewerbepark wolle er in seiner „Widerstandskraft“ weiter festigen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass dies am besten durch Diversität und Gemeinschaft funktioniert.“

Anbindung an
das Radwegenetz

Für Bühler steht unter anderem auf der Agenda, die Verkehrsanbindung an den Aicherpark weiter zu verbessern. Hier sei, sagte der Sprecher, bereits viel erreicht worden, unter anderem durch den neuen Bahnhalt am Aicherpark. Künftig soll es aber auch mit dem Rad noch einfacher werden, das Gewerbegebiet zu erreichen, indem das Gelände auch eine Anbindung an das Radwegenetz erfährt. Aber auch ein Bushäuschen an der Äußeren Münchener Straße und eine bessere Wegeführung vom neuen Bahnhalt in das Herz des Aicherparks stünden kurz vor ihrer Fertigstellung. „Damit nicht nur absolute Experten dies als schnelle Lösung für ihren Weg in den Aicherpark erkennen“, wie er betonte. Ebenso soll die Taktung für Busse in das Gebiet aus Richtung Rosenheim und Kolbermoor enger werden. Dennoch: Die rund 2000 Parkplätze im Aicherpark sollen, versicherte Bühler, auch künftig gebührenfrei sein. Und nicht zuletzt verspricht sich der Aicherpark-Sprecher eine weitere Verbesserung der Verkehrsanbindung vom Abschluss der Arbeiten an der Westtangente.

Dabei liegen Bühler ausdrücklich die Radfahrer am Herzen: „Wie nah der Aicher Park mit dem Fahrrad ist, wissen, außer mir, leider viel zu wenige. Die Strecken über Fürstätt und entlang der Mangfall sind nicht lang und wunderschön“, warb der 45-Jährige dafür, dass sich mehr Besucher und Kunden aufs Radl schwingen, um in den Aicherpark zu fahren.

„Wir sind voll im Wandel zum urbanen Stadtgebiet“, findet Bühler und bezieht sich dabei unter anderem auf den Zuzug des Verkehrszentrums des Landkreises Rosenheim in den Aicherpark.

Flächen für
Kindergarten gesucht

Gemeinsam mit der Stadt sei man derzeit auf der Suche nach geeigneten Flächen für einen Kindergarten. „Das wäre eine enorme Erleichterung, für die hier arbeitenden Eltern“, meinte Harald Bühler. Auch für die künftige Nutzung der Fläche unterhalb der Westtangenten-Brücke über den Aicherpark schmiede die IG bereits Pläne. „Eine bereute Sportfläche wäre hier meines Erachtens eine tolle Perspektive.“

Für Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März sind einzelne Ansätze des Aicherparks in Sachen Ansiedlung auch für die Innenstadt vorstellbar. „Wir müssen uns von dem Gedanken verabschieden, dass dort, wo ein Schuhgeschäft war, auch wieder ein Schuhgeschäft reinkommt“, sagte der Rathauschef während der Versammlung. Vorstellbar sei in solchen Fällen auch, dass kommunale Behörden in leer stehende Ladenflächen einziehen. Jens Kirschner

Artikel 9 von 11