Rosenheim/Rott/Griesstätt – Der ehemalige Lehrer, Fußballspieler und Trainer sowie Schiedsrichter Fritz Wolf feierte vor Kurzem seinen 85. Geburtstag.
1936 in Rosenheim geboren, verbrachte Fritz Wolf einen Großteil seiner Kindheit in der Pfalz bei Kaiserslautern, bedingt durch den beruflichen Wechsel seines Englisch und Französisch unterrichtenden Vaters. Als sportlicher Bub liebte er nicht nur Leichtathletik, sondern auch den Wintersport. Und vor allem Fußball.
1953 wurde sein Vater wieder nach Rosenheim versetzt und der junge Fritz legte an der damaligen Oberrealschule (dem heutigen Finsterwalder Gymnasium) sein Abitur ab. Dann trat er in die Fußstapfen seines Vaters und wurde selbst Lehrer.
Auf 43 bewegte Schuljahre kann der Jubilar rückwirkend blicken, und wie er nicht ohne Stolz sagt, förderte er viele junge Menschen auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Vor allem an der Heimvolksschule im Kloster Altenhohenau bei Griesstätt, wo er knapp drei Jahrzehnte die Förderklassen unterrichtete, zumeist Kinder deutscher Aussiedler. 1998 gewann seine Klasse sogar einen Wettbewerb als „fitteste Klasse Bayerns“ – denn der Sport durfte bei Wolf natürlich nicht zu kurz kommen.
In seiner Freizeit spielte er stets Fußball. Zunächst in der Pfalz, dann beim TSV 1860 Rosenheim und beim SB-DJK Rosenheim, später auch in Amerang, Rott und Soyen. 1965 erwarb er zusätzlich den Trainerschein, um fortan in verschiedenen Vereinen als solcher tätig zu sein. Allein 15 Jahre blieb er in Rott und auch in Soyen trainierte er acht Jahre lang Mannschaften. Zusätzlich wirkte er in den Jahren von 1973 bis 1999 als Schiedsrichter.
Bei so einem umtriebigen Leben ging das früher nicht ohne seine „mitspielende“ Ehefrau Rita, die er 1965 geheiratet hatte. Was nicht bedeutet, dass sie selber Fußball spielte, aber sie nahm an seinem sportlichen Leben teil und war ebenfalls in Altenhohenau beschäftigt. Mit ihr hat Wolf zwei Söhne; stolz ist er auch auf seine fünf Enkel. Immer noch zieht es Fritz Wolf als Zuschauer zum Fußballplatz. Aber er ist auch musikalisch begabt. So spielte er in seiner Jugend leidenschaftlich die Zither. Das Instrument tauschte er später gegen ein Klavier ein und spielt noch heute gern an seinem Steinway-Flügel.
Auch auf Reisen geht er gerne mit seiner Frau, so war dieses Jahr der Besuch der Leharspiele in Bad Ischl ein besonderes Highlight für ihn. An weiteren Hobbys fehlt es im auch nicht, so kümmert er sich besonders um die Rosen im Garten und fühlt sich regelmäßig bei einer Runde Schafkopfen sehr lebendig.
Zu den Gratulanten gehörte der Erste Vorsitzende des Rotter ASV, Hans Lanzinger, gemeinsam mit Peter Metzke. Sie überraschten den Jubilar mit einem ganzen Fußballfeld aus Schokolade.mbe