Wo der Einkauf an die Haustür kommt

von Redaktion

Nahkauf Baues in der Austraße unterstützt Senioren und Menschen in Quarantäne

Rosenheim – Die Lieferung von Lebensmitteln bis zur Haustür ist ein Geschäftsmodell der Pandemie. Auch in Rosenheim gibt es die Möglichkeit, sich Milch, Wasser und Kaffee zustellen zu lassen. Vor allem für Senioren ist das eine enorme Erleichterung.

Für Monika Pitterle (73) sind in den vergangenen Monaten gleich zwei Wünsche in Erfüllung gegangen. Nicht nur gibt es in der Austraße 46 mit dem Nahkauf Baues eine neue Einkaufsmöglichkeit. Seit einigen Wochen bieten Filialleiterin Lisa Baues und ihre Mitarbeiter auch einen Lieferservice an. „Das ist einfach wunderbar“, sagt Pitterle, die seit 18 Jahren in der Erlenau wohnt. Sie hat kein Auto, steigt nur ungern aufs Fahrrad. Mühe hat sie vor allem damit, schwere Lebensmittel nach Hause zu transportieren. „Man will ja auch nicht ständig um Hilfe bitten“, sagt sie. Umso größer sei die Erleichterung gewesen, als sie erfahren hat, dass es wieder einen Lieferservice gibt – den Monika Pitterle auch prompt in Anspruch genommen hat.

Mindestbestellwert
von 25 Euro

Vor einigen Tagen sei sie beim Einkaufen gewesen und habe ein, wie sie sagt, größeres Tannenbäumchen entdeckt. Nach einem kurzen Gespräch mit den Mitarbeitern hätten diese ihr angeboten, den Baum am nächsten Tag bis vor ihre Haustür zu liefern. Weil erst ab einem Mindestbestellwert von 25 Euro geliefert wird, hat Pitterle noch einige zusätzliche Dinge in ihren Einkaufswagen gepackt. Am nächsten Tag seien die Waren dann geliefert worden. „Das hat einwandfrei funktioniert“, sagt Pitterle. Sie ist nur eine von vielen Rosenheimern, die das Angebot der neu eröffneten Nahkauf-Filiale in Anspruch nimmt. „Die Nachfrage ist groß“, bestätigt eine Mitarbeiterin. Geliefert werde an Senioren, junge Familien oder Bürger, die sich aufgrund der momentanen Situation in Quarantäne befinden. Wer das Angebot in Anspruch nehmen möchte, kann sich telefonisch im Markt melden und seine Bestellung durchgeben. „Wir suchen dann alles zusammen und fahren es am nächsten Tag zu dem- oder derjenigen nach Hause“, berichtet die Mitarbeiterin. Im Moment gebe es noch keine örtliche Begrenzung. So sei beispielsweise auch eine Lieferung in die Nachbargemeinden wie Kolbermoor oder Stephanskirchen vorstellbar. „Ursprünglich haben wir uns dazu entschieden, den Lieferdienst anzubieten, um die ältere Generation zu unterstützen“, sagt die Mitarbeiterin.

Es ist eine Entscheidung, die auch Irmgard Oppenrieder, Vorsitzende des Rosenheimer Seniorenbeirats, begrüßt. Sie hat in den vergangenen Wochen viel telefoniert, um herauszufinden, welche Märkte in Rosenheim einen Lieferdienst anbieten. Einige wenige hat sie gefunden. „Es ist eine große Erleichterung zu wissen, dass es Stellen gibt, wo man anrufen kann und Hilfe bekommt.“ Die Hoffnung ist, dass sich andere Märkte oder Geschäfte anschließen und ebenfalls einen Lieferdienst anbieten.

Der Edeka-Markt Görgülü hat laut Oppenrieder versprochen, wieder einen Lieferdienst anzubieten, sobald genügend Personal zur Verfügung steht. Wann das sein wird, stehe im Moment allerdings noch nicht fest.

Angebot für
Online-Affine

Für die Online-Affinen gibt es zudem noch weitere Möglichkeiten. So bietet unter anderem der Rewe-Markt in der Hofmillerstraße die Möglichkeit an, auf der Website des Unternehmens Obst, Gemüse, Haushaltsprodukte oder Tierfutter zu bestellen und drei Stunden später abzuholen. „Das Angebot, das es schon seit einigen Jahren gibt, wird sehr gut angenommen“, sagt eine Sprecherin des Marktes. Von Studenten bis Senioren sei alles dabei.

Wer die Einkäufe nicht von heute auf morgen braucht, kann beim Netto- Marken-Discounter die Produkte auf der Website auswählen und über die Paketlieferung via DHL bestellen. Nicht geliefert werden Obst, Gemüse und Tiefkühlprodukte.

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