Rosenheim – Im Theatersaal des Künstlerhofs trafen sich jetzt die Mitglieder des Historischen Vereins zu ihrer Jahresversammlung. Dazu konnte der Vorsitzende Karl-Heinz Brauner auch den Stadtheimatpfleger Helmut Cybulska und die Kulturreferenten des Landkreises und der Stadt Rosenheim Christoph Meier-Gehring und Wolfgang Hauck begrüßen. In seinem Rechenschaftsbericht wies Brauner auf die schwierige Lage von Vereinen während der Corona-Pandemie hin, richtete seinen Blick aber vor allem in die Zukunft. So wird es Anfang des neuen Jahres wieder die Vereins-Publikation „Bayerisches Inn-Oberland“ geben, die Zusammenarbeit mit den Schulen soll ausgebaut werden und in einer Fülle von Veranstaltungen will der Verein die Einschränkungen der Pandemie hinter sich lassen. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Impulsvortrag von Prof. Dr. Manfred Seifert, Vereinsmitglied und Lehrstuhlinhaber an der Universität Marburg für Europäische Ethnologie, zum Thema „Heimat“. In seinen Ausführungen arbeitete Seifert die Bandbreite des Begriffs Heimat heraus. Es sei ein diffuser, vielschichtiger und höchst ambivalenter Alltagsbegriff, der so befrachtet, ideologisiert, missbraucht, verkitscht und verpönt sei, wie kaum ein anderes Phänomen. Brauner kündigte an, dass der Verein sich bis zu seiner 125-Jahr-Feier 2026 intensiver mit dem Thema Heimat beschäftigen werde.