Rosenheim – Nach coronabedingter Pause fand eine Präsenz-Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen des Fördervereins Integriertes Wohnen Schießstattstraße Rosenheim statt.
Der Förderverein wurde 1995 gegründet, um schwerstbehinderten Menschen sowie Senioren aus Stadt und Landkreis Rosenheim ein barrierefreies Leben zu ermöglichen. Nach der Weihnachtsaktion der OVB Heimatzeitungen, aus dessen Erlös ein Großteil der Spenden für den Förderverein bestimmt war, verstarb die Vorsitzende Maria Bergmann. 2009 übernahm Dr. Sebastian Spiegelberger das Amt und gründete 2010 dem Vermächtnis seiner Vorgängerin entsprechend die Maria-Bergmann-Stiftung. Dank privater Förderer, der Stadt Rosenheim sowie der Emmy Schuster-Holzammer-Stiftung steht der Verein samt Stiftung auf solider Basis. Seit dem Jahr 2019 werden Menschen mit Behinderungen in finanziellen Notlagen unterstützt und Selbsthilfe- und Freizeitgruppen sowie inklusive Veranstaltungen gefördert.
Von größter Bedeutung für die schwerstbehinderten Bewohner in der Wohnanlage Schießstattstraße ist die Vorhaltung eines Nachtdienstes. Die Maria-Bergmann-Stiftung beschäftigt hierfür über 20 Pflege- und Betreuungskräfte.
Nach zwölf Jahren legte Spiegelberger sein Amt als Vorsitzender nieder. Sebastian Grießl wurde einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt. Irene Oberst ist neue Schatzmeisterin. Dem Beirat gehören die katholische Kirchengemeinde Christkönig an, vertreten durch Pfarrer Sebastian Heindl sowie die evangelische Kirchengemeinde Rosenheim, vertreten durch die Pastorin Claudia Lotz.
Der Verein ernannte Spiegelberger zum Ehrenvorsitzenden. Der Bezug auf das Leitbild der Inklusion und die Umbenennung des Vereinsnamens in Förderverein Inklusion Rosenheim wurden in der Vereinssatzung geändert.
Abschließend fand die Premiere des Films „Zwei die ihren Weg gehen“ statt, der das Ehepaar Monika und Hannes porträtiert. Trotz schwerster Behinderungen leben sie selbstbestimmt in der barrierefreien Wohnanlage Schießstattstraße. Der Film zeigt das Wirken von Förderverein und Stiftung. „Es wäre schön“, so Spiegelberger, „wenn dieser Film möglichst viele Menschen dazu bewegt, den Förderverein und die Stiftung zu unterstützen.“