Neues Leben entlang des Mühlbachs

von Redaktion

Stadt will Bereich hinter Lokschuppen attraktiver machen – Mehr Aufenthaltsqualität

Rosenheim – Im Rahmen des Sonderfonds „Innenstädte beleben“ haben sich die Stadträte jetzt dafür ausgesprochen, den Bereich auf der Rückseite des Lokschuppens attraktiver zu gestalten – mit Bänken, Bäumen und einem Zugang zum Wasser. Neben viel Lob gab es auch den Hinweis an mögliche Gefahren zu denken.

Zugang zum
Wasser ermöglichen

Wirklich attraktiv ist der Bereich am Mühlbach zwischen Kufsteiner- und Rathausstraße nicht. Das Ufer des Mühlbachs ist abgezäunt, Sitzmöglichkeiten gibt es nur wenige. „Der Bereich ist ohne wirkliche Aufenthaltsqualität“, bestätigt auch die Verwaltung während der kombinierten Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses. Bereits im Juli 2021 hatte man sich deshalb dafür ausgesprochen, Geld aus dem Sonderfonds „Innenstädte beleben“ in eine mögliche Aufwertung der Fläche zu investieren. Ziel sei es, einen Zugang zum Wasser mit Aufenthaltsqualität zu schaffen. „Vergleichbar mit der partiellen Gestaltung am Hammerbach im ehemaligen Landesgartenschaugelände“, heißt es aus dem Rathaus.

Vorstellbar sei beispielsweise den bereits vorhandenen Zaun durch etwas gestalterisch Ansprechenderes zu ersetzen und zum Teil mit Stauden und Ranken zu bepflanzen. Zudem soll der vorhandene Fußweg auf eine Breite von drei Metern ausgebaut und mit einem eng verfugten Granitkleinsteinpflaster befestigt werden, um Barrierefreiheit herzustellen. „Damit wird der gleiche Belag verwendet wie auf der platzartigen Aufweitung auf Höhe des Brückenstegs zum Stadtcenter“, teilt die Stadt mit.

Des Weiteren will die Verwaltung die Anschlussflächen an den neuen Eingang zum Lokschuppen herstellen sowie Sitzbänke und Abfallbehälter aufstellen. In den vergangenen Jahren ausgefallene Ufergehölze sollen ersetzt und die angrenzende Parkhausfassade begrünt werden. Kosten: rund 513000 Euro. Diese kommen aus dem Sonderfonds „Innenstädte beleben“.

Wie berichtet, hat das bayerische Bauministerium diesen Sonderfonds in Millionenhöhe bereitgestellt, um die Innenstädte nach der Pandemie wieder mit Leben zu füllen. Rosenheim hat insgesamt 1,12 Millionen Euro erhalten und will das Geld unter anderem in überdachte Fahrradständer, Stellplätze für Wohnmobile, öffentliche Toiletten sowie die Pflanzung von 37 Bäumen investieren. Und eben, um den Bereich rund um den Lokschuppen aufzuwerten. Ob die Maßnahme bereits in diesem Jahr umgesetzt werden kann, steht allerdings noch nicht fest. „Das hängt vom Planungsfortschritt ab. Unter anderem ist eine wasserrechtliche Genehmigung erforderlich“, teilt die Stadt mit. Laut Verwaltung sollte eine Realisierung zum Zeitpunkt einer Bachabkehr erfolgen. Diese finde aller zwei Jahre statt. Der nächste Termin stehe jedoch noch nicht fest.

Nichtsdestotrotz haben sich die Stadträte des Umwelt- und Verkehrsausschusses schon jetzt für den Vorschlag der Verwaltung ausgesprochen. Einigen Politikern bereitete jedoch die Frage Kopfzerbrechen, ob man auch die Gefahren berücksichtigt habe. Beispielsweise, dass kleine Kinder ins Wasser fallen könnten, wenn kein Zaun vorhanden ist. „Da werden wir Lösungen finden müssen, dass die Gefahr ins Wasser zu fallen, ausgeschlossen ist“, sagte Ralf Seeburger, Leiter des Umwelt- und Grünflächenamtes. Er erinnerte aber auch daran, dass die Planung ohnehin vom TÜV abgenommen werden müsse.

Sicherheit im Dunkeln gewährleisten

„Wir begrüßen den tollen Beitrag“, sagte Stadträtin Elisabeth Jordan (SPD). Sie lobte, dass das Motto der Landesgartenschau „Leben am Fluss“ an dieser Stelle aufgegriffen wird. CSU-Fraktionsvorsitzender Herbert Borrmann sagte, dass man auch Sicherheit, wenn es dunkel werde, nicht außen vorlassen dürfe. Regina Georg (Grüne) setzte sich dafür ein, sicherzustellen, dass die Granitplatten nicht in Kinderarbeit gefertigt werden. Markus Dick (Freie Wähler/UP) nannte die Vorschläge der Verwaltung eine „tolle Sache“.

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