Braucht die Stadt ein neues „Branding“ als attraktiver Arbeitgeber?

von Redaktion

Schwierigkeiten bei der qualifizierten Nachbesetzung offener Stellen in der Verwaltung rufen Rosenheimer Grüne auf den Plan

Rosenheim – Die Grünen wollen Antworten. Und zwar in Sachen Personalmanagement der Stadt. Grund hierfür seien immer wieder auftretende Schwierigkeiten bei der qualifizierten Nachbesetzung offener Stellen.

In einem Antrag an Oberbürgermeister Andreas März (CSU) fordern sie die Verwaltung deshalb auf, dass dem Personalausschuss unter anderem die Kennzahlen über die Anzahl der Mitarbeiter, die Beschäftigtenstruktur, die Fluktuationsrate, die durchschnittliche Anzahl der Überstunden sowie die Krankheits- und Fehlzeitquote vorgelegt wird. Zudem wollen die Grünen eine Analyse darüber, ob bestimmte Ämter beziehungsweise Dienststellen auffällige Zahlen haben und welche Maßnahmen hieraus abzuleiten sind.

Die Verwaltung soll außerdem herausfinden, wie viele Auszubildende in den vergangenen zehn Jahren ihre Ausbildung bei der Stadt abgeschlossen haben und wie viele noch bei der Stadt beschäftigt sind, beziehungsweise wie viele die Stadt als Arbeitgeber wieder verlassen haben. „Anschließend sollte daraus abgeleitet werden, ob wir über oder unter Bedarf ausbilden und ob, je nach Ergebnis, die Ausbildungsstrategie angepasst und eventuell eine Ausbildungsoffensive gestartet werden soll“, heißt es in dem Antrag.

Geht es nach den Grünen, soll die Verwaltung zudem einen Personalentwicklungsplan vorstellen, bei dem der Fortbildungs- und der Qualifizierungsbedarf festgestellt und dementsprechend die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in einem Schulungsplan zusammengefasst werden.

Bedacht werden muss laut den Grünen auch die Studie über den demografischen Wandel in Rosenheim, um „auch weiterhin eine Verwaltung auf hohem Niveau zu garantieren“. Laut den Grünen brauche es zudem ein neues „Branding“ der Stadt als attraktiven Arbeitgeber. All das soll dabei helfen, der „verspäteten Nachbesetzung vakanter Stellen“ und den Personalengpässen nachhaltig entgegenzuwirken. Hierfür sei ein gutes Personalmanagement, Mitarbeiterzufriedenheit, Entwicklungsperspektiven für die Angestellten und ein „sehr gutes Nachwuchsmanagement“ existenziell. Der Antrag soll in einem der kommenden Personalausschüsse besprochen werden.

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