Zu den Berichten „Modulbau statt Spielplatz“ und „Kita statt Spielplatz? – offener Brief der Anwohner“(Lokalteil):
Es braucht nicht viele Worte, wenn man das „Kleinod“, den Kleinkinder-Spielplatz am Fischerweg mit seinen zehn wunderbaren Bäumen, kennt. Da sucht man doch als erfahrene/r Verantwortliche/r rechtzeitig nach einer der vielen Alternativ-Lösungen! – Noch ein Gedankensprung zu Lao-Tse: „Man ist nicht nur verantwortlich für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut“. Wir werden weiterkämpfen.
Irene Huber
Rosenheim
Viele Argumente der Anwohner sind nachvollziehbar und sprechen gegen einen geplanten Standort Fischerweg, der Hintergrund für die ganze Misere bleibt aber im Dunkeln. Es ist die nicht vorhandene Bodenvorratspolitik der Stadt, die zu solchen Hauruck-Maßnahmeplanungen führt. Obwohl der Stadt die Entwicklungszahlen bekannt sind, sie weiß, dass es seit einigen Jahren einen gesetzlichen Anspruch auf einen Kitaplatz gibt und sie diesen immer nur mit Notmaßnahmen erfüllen konnte – hat sie nicht wirklich einen Plan. Bevor ich etwas bauen will und kann, brauche ich dafür das geeignete Grundstück. Hätte die Stadt – wie andere durchaus vergleichbare Kommunen a) einen Entwicklungsplan und b) Boden für öffentliche Zwecke bevorratet, stünde der Stadtrat jetzt nicht vor dieser verqueren Situation. Wann kommt die Einsicht in Verwaltung und Stadtrat, dass Grund und Boden zur konstruktiven Gestaltung und Entwicklung städtischen Lebens auch auf Vorrat zu beschaffen sind – dann hätte man auch das zeitliche Problem (nur so geht’s schnell) – entkräftet.
Helmut Türk-Berkhan
Rosenheim
Auf der einen Seite wird im Schnelldurchlauf eine neue Kinderbetreuungsstätte genehmigt, der ein Spielplatz zum Opfer fällt und zehn alte Bäume gefällt werden müssen. Auf der anderen Seite steht der Waldkindergarten Keferwald, der Platz für 25 Kinder bietet, ab September bisher ohne Träger da und es ist bis jetzt nicht sicher, ob er weiter bestehen bleibt. Die Begründungen des aktuellen Trägers sind unter anderem, dass die kommunalen Auflagen unterschätzt worden sind und es Personalengpässe gibt. Da stellt sich doch die Frage: Wenn schon für 25 Kinder das Personal fehlt und auch aus anderen Einrichtungen Personalengpässe bekannt sind, woher soll dann das Personal für weitere 100 Kinder kommen? Wie kann es sein, dass die kommunalen Auflagen für einen Waldkindergarten so umfangreich sind, dass sie von einem Träger anscheinend schwer umsetzbar sind, die Genehmigungen für einen neuen Kiga, für den neue Flächenversiegelung und Baumfällungen notwendig sind, so schnell durchgewunken werden?
Ricarda Näther
Rosenheim