Nach 22 Monaten zurück im Gremium

von Redaktion

Republikaner Rudolf Hötzel folgt auf Markus Schmid – Vereidigung in der Stadtratssitzung am 23. März

Rosenheim – Wechsel bei den Republikanern: Nach dem Rücktritt von Stadtrat Markus Schmid, der aus persönlichen Gründen sein Amt niederlegte, rückt der langjährige Stadtrat Rudolf Hötzel nach. Die Vereidigung findet in der Sitzung des Stadtrats am 23. März statt.

Wenn Rudolf Hötzel (68) an die Zukunft denkt, kommen ihm die Tränen. „Vor lauter Freude“, schiebt er gleich hinterher. 30 Jahre saß er für die Republikaner im Stadtrat. Doch bei der Kommunalwahl 2020 erreichte er nicht genug Stimmen. Seitdem hat er sein eigenes Weingeschäft eröffnet, hat Zeit mit seiner Familie verbracht und ist seinen zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten nachgegangen. Was ihm fehlte, war die politische Tätigkeit, die Sitzungen und der Austausch mit seinen Stadtrats-Kollegen. „Ich habe in den vergangenen Monaten weiterhin alles verfolgt und bin am Ball geblieben“, sagt Hötzel. Nach 30 Jahren im Stadtrat lasse sich das nicht so einfach aus dem Alltag verbannen. Und das will der 68-Jährige auch gar nicht. Zu sehr liegen ihm die Bürger am Herzen, zu groß ist sein Wunsch etwas zu bewegen. Alles rund um das Eishockey interessiere ihn, aber auch die Vereine. Nicht umsonst sei er selbst Mitglied in zahlreichen Verbänden. Umso größer sei die Freude gewesen, als Schmid seinen Rücktritt bekannt gegeben habe. Nicht des Rücktritts wegen, aber weil es bedeutet, dass Hötzel noch einmal eine Chance bekommt. „Ich musste keine Sekunde überlegen“, sagt er. Jetzt ist der 68-Jährige also wieder zurück im Stadtrat.

Pläne, mit wem er zusammenarbeiten will, habe er im Moment noch nicht. Nur gemeinsame Sache mit der AfD machen will er nicht. Alles andere lässt er auf sich zukommen. Jetzt aber genießt er erst einmal den Moment. „Über alte Boxer sagt man ja eigentlich, dass sie nicht mehr zurückkommen. Aber ich komme zurück“, sagt Hötzel. Sein offizielles „Comeback“ feiert Hötzel am 23. März. Dann soll der 68-Jährige von Oberbürgermeister März (CSU) im Stadtrat vereidigt werden. „Es wird auf jeden Fall Tränen geben“, sagt er. Dass es sich dabei um Freudentränen handelt, muss er nicht noch einmal sagen.Anna Heise

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