Rosenheim – Auf einer Wiese im Bereich des Weiher-Winkl-Wegs in der Aisingerwies wird es im Frühling des kommenden Jahres vermutlich nur so summen und brummen.
Dort wird ab Herbst 2022 das Projekt „Blühpakt Bayern: Starterkit – 100 blühende Kommunen“ in die Tat umgesetzt. Durch das Vorhaben des Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz soll es in den bayerischen Städten und Gemeinden wieder mehr Blüh- und Streuobstwiesen, Wildstaudenflächen und blühende Straßenränder geben.
Das Ziel des Ganzen: Das massive Insektensterben stoppen und neuen Lebensraum für die heimischen Bienen, Käfer und Schmetterlinge schaffen. Über 250 Kommunen aus ganz Bayern hatten sich für das mit 5000 Euro bezuschusste Projekt beworben. 100 davon wurden nun vom Freistaat ausgewählt.
Darunter auch die Stadt Rosenheim. Für die Umsetzung des Vorhabens hat sich die Stadt für eine rund 2000 Quadratmeter große Fläche in der Aisingerwies entschieden. Das stadteigene Areal wird bisher landwirtschaftlich genutzt. In Zukunft soll dort aber eine artenreiche Wiese blühen. Zudem ist die Bepflanzung mit Obstbäumen geplant, um den Insekten noch mehr Futterquellen bieten zu können.
Dafür muss zunächst ab kommenden Herbst auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern der Oberboden abgetragen werden. Erst dann können Blumen und Bäume gesät werden. Die Bepflanzung findet nach Angaben der Stadt bewusst erst im Herbst statt, damit sich das Wurzelwachstum von Wiese und Bäumen gut entfalten kann. Dadurch können und sollen die Pflanzen im Frühjahr besser austreiben als bei einer Pflanzung im Sommer.
Die Starthilfe von 5000 Euro will die Stadt vor allem für die Flächenherstellung nutzen. Insgesamt ist das Projekt zunächst auf fünf Jahre ausgelegt. Julian Baumeister