Rosenheim – Die Feuerwehr Rosenheim hat eine neue Drehleiter bekommen. Die DLAK 23-12 von Magirus ersetzt ein 27 Jahre altes Fahrzeug im Fuhrpark, das wegen zunehmender Reparaturarbeiten nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben war. Die Drehleiter kostet 770000 Euro, 225000 Euro davon kommen als Zuschuss vom Freistaat Bayern.
Schmale Bauweise
für enge Straßen
Das neue Einsatzfahrzeug hat eine Drei-Mann-Besatzung. Es ist niedriger und schmäler als herkömmliche Drehleitern. Die schmale Bauweise bewährt sich auf engen Straßen. „Gerade in der Rosenheimer Innenstadt ist es für große Einsatzfahrzeuge manchmal schwierig, schnell durchzukommen. Mit dem neuen, schmäleren Fahrzeug geht das besser. Das ist sehr wichtig, weil es ja gerade bei einer Drehleiter oft auf Sekunden bei der Menschenrettung ankommt“, sagt Stadtbrandrat Hans Meyrl.
Einfacher wird es für die Maschinisten auch durch die lenkbare Hinterachse, die das Rangieren des zehn Meter langen Fahrzeugs erleichtert. Hinzu kommt noch eine Besonderheit, der sogenannte „Hundegang“. Beide Achsen können dabei in die gleiche Richtung gelenkt werden, wodurch die Drehleiter seitlich versetzt werden kann. Auch hier können wichtige Sekunden gewonnen werden.
Das Besondere an der 30-Meter-Leiter ist ein abwinkelbarer, 4,90 Meter langer Gelenkarm an der Spitze. Damit kann man im Einsatz flexibler und präziser arbeiten, denn mit diesem Arm kommen die Feuerwehrleute auch an Stellen, die mit einer geraden Leiter nicht erreicht werden können, zum Beispiel an Dachgauben.
Immer häufiger kommt die Leiter auch zum Einsatz, wenn der Rettungsdienst kranke oder verletzte Menschen aus einer Wohnung holen muss und ein Transport durch enge Treppenhäuser nicht möglich ist. In diesem Fall wird eine Krankentragenlagerung am Rettungskorb befestigt, der Patient kann liegend durch ein Fenster oder einen Balkon nach unten gefahren werden. Vom Korb der Drehleiter aus können mit einem Wasserwerfer Brände bekämpft werden, dank einer starken LED-Lichtanlage dient die Leiter auch als „fahrbarer Flutlichtmast“ zum Ausleuchten von Einsatzstellen. Und nicht zuletzt kann sie auch als Kran eingesetzt werden, wenn Retter bei Unfällen abgeseilt oder Patienten nach oben gebracht werden müssen.
Intensive
Schulungen
Alle Einsatzkräfte der Rosenheimer Feuerwehr wurden im Umgang mit dem „Neuzugang“ geschult, besonders für die Maschinisten gab es ein intensives Training, auch mit Fahrstunden. Ende Mai kommt „Florian Rosenheim 30/1“ in den Einsatzdienst, die Bevölkerung kann die neue Drehleiter und den ganzen Fuhrpark beim „Pfälzer Weinfest“ am Freitag, 24. Juni, und am „Tag der offenen Tür“ am Samstag, 25. Juni, in der Rosenheimer Hauptfeuerwache besichtigen.