Brieftaubenzüchter starten „No War“-Aktion

von Redaktion

Symbolischer Flug der Vögel soll an Hoffnung und Frieden auf der Welt erinnern

Tuntenhausen – Die Brieftauben der Region haben wieder ihre ersten Flüge absolviert. Die Reisevereinigung (RV) erzielte dabei gute Ergebnisse.

Die RV Oberland bildet mit den Nachbarsvereinen Rosenheim und Bad Reichenhall eine Transportgemeinschaft, die für den Transport zum Auflassplatz zuständig ist und alles organisiert. Für einen sicheren Start ist Flugleiter Sepp Hacker aus Halfing verantwortlich.

Bereits in den frühen Morgenstunden wird von ihm die Flugstrecke vom Auflassort ins Heimatgebiet entsprechend der Wetterlage überprüft. Der erste Preisflug des Jahres musste witterungsbedingt verschoben werden. Start war dann um 10 Uhr in Ulm, die Flugstrecke betrug 160 Kilometer.

Die Siegertaube landete bereits um 12.03 Uhr bei Alois Rappold in Mintsberg. Seine Taube erreichte eine Fluggeschwindigkeit von 1330 met/min. Die zweitschnellste Taube hatte Züchter Josef Huber aus Biberg. Platz 3 ging an Jakob Gerg aus Ostermünchen, Platz 4 an Franz Ertl aus Ostermünchen und Platz 5 an Hans Kirchlechner aus Emmering.

Der zweite Preisflug, wieder witterungsbedingt verschoben, ging von Laichingen aus. Sieger wurde auch hier Alois Rappold. Platz 2 belegte Johannes Aschauer aus Straussdorf, Platz 3 Josef Huber, Platz 4 Alfred Forster aus Rosenheim und Platz 5 Christian Lenk aus Raubling.

Der dritte Preisflug startete im badischen Esslingen mit 220 Kilometer Flugstrecke. Sieger wurde Josef Holzmann aus Glonn, Platz 2 ging an Alois Rappold, Platz 3 an Christian Link und Platz 4 an Johannes Aschauer.

Der vierte Preisflug startete ein paar Kilometer weiter nördlich in Karlsruhe mit einer Strecke von 280 Kilometer. Erster wurde Alfred Forster, Zweiter Alois Rappold, Dritter Josef Huber und Vierter Jakob Gerg. Die nächsten Auflassorte sind Landau/Pfalz, Völklingen und Arlon in Belgien.

Die Brieftaubenzüchter veranstalteten darüber hinaus einen bundesweiten Friedensflug. Mit dem Flug wollten sie ein Zeichen setzen. „Die Taube ist bekanntlich seit jeher ein Symbol für Hoffnung und Frieden, und genau deshalb möchten wir Züchter daran erinnern, dass jeder, der die Tauben am Himmel fliegen sieht, daran denkt“, so RV-Vorsitzender Jakob Gerg. Aus diesem Grund wurden die Transportfahrzeuge mit einem großen Aufkleber „No War!“ versehen.ws

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