Sebastian Lipp dient seit bald 60 Jahren der Kirche

von Redaktion

Seit 1963 wirkt er als Seelsorger in Rosenheim – Dankgottesdienst am Sonntag, 3. Juli

Rosenheim – Seine Priesterweihe erhielt Sebastian Lipp am 29. Juni 1962 im Dom zu Freising. Dies war für ihn, den Ältesten seines Weihekurses, die Erfüllung seines inneren Rufes zu einer geistlichen Berufung.

1928 geboren in Berg bei Kirchdorf, besuchte er die dortige Schule, war ein eifriger Ministrant und erlernte das Schreinerhandwerk. Als 16-Jähriger wurde er zum Militärdienst einberufen. Kurz vor Kriegsende setzte er sich von seiner Truppe ab und kam mit viel Glück heil im Elternhaus an. „Der liebe Gott hat es schon damals gut mit mir gemeint und hatte etwas mit mir vor“, ist heute seine Aussage über diese Zeit. Ab 1951 besuchte er das Gymnasium in Fürstenried. Nach dem Abitur trat er 1956 ins Priesterseminar Freising ein. Es waren aufregende Studienzeiten, ein Aufbruch in der Kirche begann. Er durfte zwei Semester den damals jungen Dozenten Josef Ratzinger genießen.

Nach seiner Weihe durch Kardinal Döpfner half er ein halbes Jahr in der Pfarrei Kraiburg aus. Am 1. Februar 1963 wurde er Zweiter Kaplan in der Pfarrei Christkönig. Dass er heute noch in Rosenheim leben und wirken darf, konnte er sich damals nicht vorstellen. Im Mai 1968 bekam er durch den Satz „Wast, dann musst du da außi“, von seinem Pfarrer Johann Maier den Auftrag, die Gemeinde von St. Michael mit ihrer Holzkirche zu betreuen. Dies war der Anfang einer 33-jährigen Zusammenarbeit. Unter seiner ruhigen, bescheidenen Art entwickelte sich ein sehr reges Pfarreileben. Die Gemeinde wurde zur Kuratie erhoben, man baute ein Pfarrzentrum und 1979 folgte als Höhepunkt die feierliche Kirchweihe. St. Michael wurde zur Pfarrei erhoben und Lipp zum ersten Pfarrer ernannt.

2001 war es Zeit für ihn, aufzuhören. Heute wirkt er noch als Rektor der Heimkirche des Altenheimes St. Martin. Pfarrer Lipp feiert dort immer noch regelmäßige Gottesdienste und ist allen Bewohnern im Heim ein seelsorglicher Begleiter, Helfer und Tröster.

Aus Dankbarkeit, dass Gott ihm so lange Kraft und Segen dazu gibt, feiert er mit seiner alten Gemeinde und allen Rosenheimern, die ihn in den 59 Jahren kennengelernt und geschätzt haben, am Sonntag, 3. Juli, um 18.30 Uhr einen Dankgottesdienst in der Kirche St. Michael.

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