Rosenheim – Nur das Wetter macht Evi Mittermaier nervös. Das zeigte sich in den letzten Tagen doch sehr unbeständig. Aber bezüglich der Musiker hat sie keine Sorgen. Nicht selbstverständlich, schließlich sind es Laien und die Zeit zum Proben war begrenzt.
Heute wollen Chor, Symphonie- und Kammerorchester sowie das Bläserensemble der FH Rosenheim den Salzstadel bespielen. Als Zeitreise beschreibt die Leiterin des Chors und des Kammerorchesters der FH das Programm: Zunächst klassisch mit Vivaldi und Antonio Lotti gibt es nach der Pause einen kleinen Bruch. Natürlich nicht ganz unvermittelt, wie Mittermaier erklärt: „Direkt vor der Pause spielen die Studenten Alfred Schnittke, ein klassischer Komponist, der aber einen guten Übergang zu modernerer Populärmusik bildet.“ Denn danach gibt es mehr Bigband und auch Lieder wie den 80er-Jahre Rockklassiker „Africa“ von Toto.
Dass Programm ist bewusst so divers: „Studentisch heißt auch bunt“, sagt Mittermeier. Insgesamt 55 Mitglieder haben Chor und Orchester. Bläserensemble und Symphonieorchester leitet Marinus Brückmann. Ein paar ältere Semester sind auch dabei: Der ein oder andere Professor spielt auch mit. Seit 2010 gibt es an der FH ein Kammerorchester, seit 2017 den Chor. „Das ist unser erstes großes Konzert seit Corona“, erzählt die Chorleiterin. Dementsprechend ist die Vorfreude groß.
Und seit März wird bereits geprobt. Was nach einem langen Zeitraum klingt, ist dann aber gar nicht mehr so viel. Denn seit die Prüfungsphase des Sommersemesters lief, waren die Proben ausgesetzt. Dann haben die Studenten einfach keine Zeit mehr. Aber bis dahin wurde einmal die Woche geübt, damit morgen dann wirklich alles klappt.
„Es ist ein bisschen wie in einer Werkstatt“, sagt Mittermeier. Chor und die Orchester proben getrennt und später wird dann alles zusammengebaut. Das bürgt gewisse Risiken, aber bei den gemeinsamen Proben hätte das außerordentlich gut geklappt, obwohl keine Profis dabei sind.
Falls es mit dem Wetter doch nichts wird, soll es dann einen Tag später stattfinden. Jeweils um 19.30 am Salzstadel. Der Eintritt ist frei. Thomas Stöppler