Hochschulprojekt zeigt Hilfen im Alltagsleben auf

von Redaktion

Rosenheimer Verein Pro Senioren testet Musterwohnungen für ältere Menschen in Amerang

Rosenheim/Amerang – Der Arbeitskreis Neue Wohnformen des Rosenheimer Vereins Pro Senioren befasst sich mit der Frage, wie ältere Menschen im Alltag selbstbestimmt leben können. Der Arbeitskreis arbeitet seit einiger Zeit mit der Technischen Hochschule (TH) Rosenheim zusammen. Deshalb wurde „Dein Haus 4.0“, eine Aktion des Bayerischen Ministeriums für Soziales, besichtigt.

Vor Kurzem ist in Amerang dazu ein Kompetenzzentrum entstanden, das Professor Sabine Ittlinger leitet. Die Besucher wurden über Hintergründe des Projekts informiert, das bei der Forschung finanziell vom Ministerium unterstützt wird. Das zentrale Thema der Arbeit in Oberbayern ist die Mobilität.

Ein wichtiger Aspekt für die Forschenden ist die Auslotung zwischen Top-Technik und der Kunst des Weglassens. Realitätsnah wurde getestet, wie Herausforderungen im Alltag gemeistert werden können. Aus einer Vielzahl von Angeboten, die auf dem Markt zur Verfügung stehen, haben die Ameranger Experten zwei Musterwohnungen ausgestattet. Interessierte Senioren können diese testen. Und zwar nicht im Schnelldurchlauf, sondern für 24 oder 48 Stunden, um eine komplette Tag- und Nachtphase erleben zu können. Die Probanden tragen mit ihrer Beurteilung zu der Studie bei.

Einen kleinen Probelauf wagte Inge Ilgenfritz, die ehemalige Vorsitzende von Pro Senioren und heutige Ansprechpartnerin des Projekts Wohnen für Hilfe im Verein Pro Senioren. Sie testete zwei Aufstehhilfen, mit durchaus unterschiedlichen Resultaten. Weitere nützliche Helfer finden sich auch in allen anderen Räumen. Besonderes Augenmerk legten die Verantwortlichen nicht nur auf die Funktionalität, sondern auch auf die Ästhetik.

Sebastian Kurz, stellvertretender Vorsitzender von Pro Senioren: „Wir vernetzen Angebote für ältere Menschen, das Kompetenzzentrum Dein Haus 4.0 in Amerang ist empfehlenswert. Denn hier wird der Markt systematisch geprüft und an der Zukunft der älterwerdenden Gesellschaft geforscht. Die Erkenntnisse sind alles andere als eine Einbahnstraße.“

Arbeitskreisleiterin Christine Degenhart interessiert sich für pragmatische Lösungen, um die „Normen und Richtlinien technisch versiert auszulegen, im Rahmen der Schutzziele. Dieser Ansatz wird im Kompetenzzentrum nachvollziehbar angewandt. Das ist eine Steilvorlage für alle, die noch etwas Mut brauchen, um Anpassungsmaßnahmen richtig und doch einfach durchzuführen.“

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