Jugendhilfeausschuss: Mehr Sozialarbeit an städtischen Realschulen

von Redaktion

Sowohl für die städtische Mädchenrealschule als auch die Johann-Rieder-Realschule soll es bald eigene Stellen geben

Rosenheim – „An den Rosenheimer Realschulen ist jetzt nicht der Teufel los“, erklärte Oberbürgermeister Andreas März im Jugendhilfeausschuss. „Aber“, führte er aus, „jeder Fall ist einer zuviel.“ Der Oberbürgermeister befand es für nötig, den Antrag ein wenig einzuordnen. Er sei schließlich „sehr drastisch formuliert.“

Der Antrag beinhaltete die Schaffung von zwei halben Stellen für die Jugendsozialarbeit an den städtischen Realschulen. Bei März‘ Vorredner, Jugendamtsleiter Christian Meixner, klang das dann doch wieder drastisch: „Die Belastungen sind sehr hoch: Alkohol, Drogen – allein die Sprache“. Aber auch OB März stand trotz seiner Einordnung hinter ihm und den damit verbundenen Kosten von 99590 Euro für die Stadt. Im Landkreis hätte man bereits gute Erfahrungen gesammelt. Auch die anderen anwesenden Mitglieder des Jugendhilfeausschusses unterstützten den Antrag ohne Gegenstimme – mit einigen Nachfragen.

Ulrike Plankl (CSU) erkundigte sich nach dem Umfang und ob es denn an beiden Rosenheimer Realschulen eine Stelle brauche. Schließlich seien die Situationen beider Schule sehr unterschiedlich. Man wolle die Situation mit Beginn der Maßnahmen ständig evaluieren und entsprechend nachjustieren, erklärte Meixner.

Sandrine Liersch (Grüne), selbst Sozialpädagogin, fragte nach der Situation an den Gymnasien. Schließlich seien die benannten Probleme kein Realschul-Probleme. Schuldezernent Michael Keneder verwies darauf, dass die Gymnasien zur Sozialarbeit ein eigenes Budget hätten und dieses auch weitgehend ausschöpften. SPD-Stadträtin Elisabeth Jordan fragte, ob es nicht auch schneller ginge. Schließlich gebe es keinen Grund, bis zum Beginn des Schuljahrs 23/24 zu warten. Keneder versprach, die Stellen so schnell wie möglich zu besetzen. Thomas Stöppler

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