Rosenheim – Schulleiter Dieter Friedel freute sich über dieses „Sahnehäubchen“ zum Jubiläum des 125-jährigen Bestehens des Gymnasiums. Zweimal waren die Frühjahrskonzerte des Gymnasiums coronabedingt abgesagt worden. Jetzt war es endlich wieder so weit.
Das Junge Sinfonische Orchester unter Leitung von Susanna Mette verwandelte mit mächtigen Klängen aus dem Film „Fluch der Karibik“ das ganze Kuko akustisch in ein Piratenschiff. Sichere Beherrschung der Stimmen bewies der Unterstufenchor beim Auftaktlied „Sejana“ und den rockigeren Nummern „What a beautiful city“ und „Proud Mary“. Längere Tradition hat das Ensemble der „Zauberflöten“ unter der Leitung von Christiane Kneer. Zehn Querflöten tauchten den Saal mit dem Stück „Twilight“ in die ruhige Atmosphäre der Dämmerung. Konzentriert folgten die Sänger des Mittelstufenchors dem Dirigat von Wolfgang Gahabka, der sie durch die Raffinessen von „One Call Away“ und „We Will Sing“ führte. Die Singlust kam besonders beim Arrangement des Beatles-Klassikers „Ob-La-Di, Ob-La-Da“ zum Vorschein.
Filigrane und virtuose Töne erklangen beim Auftritt des Kammerorchesters. Leiter Stephan Robens hatte Sätze aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ ausgewählt, um den Solistinnen Magdalena Schmidmayer, Clara Neidenberger, Greta Endemann und Elisabeth Pihusch die Gelegenheit zu geben, ihre Spielkunst auf der Violine zu zeigen. Mit ihnen trat das Kammerorchester und dessen Erster Cellist Rafael Hanusch in einen von klanglicher und rhythmischer Präzision geprägten Dialog.
Solistische Leistungen begleiteten auch das Symphonieorchester. Das melancholische Warten in Solveigs Lied aus „Peer Gynt“ von Edvard Grieg bot Isabella Schulz dar – hinreißend im Ausdruck und mühelos in der Höhe. Mit dem ersten Satz aus dem Klavierkonzert a-Moll, ebenfalls von Grieg, begeisterte Severin Weidmann die Zuhörer.
Der Oberstufenchor unter der Leitung von Unterhuber überzeugte durch Klarheit, präzise Dynamik und vollen Klang, nicht nur bei dem Volkslied „Now is the Month of Maying“ oder dem Klassiker „Moon River“, sondern auch im schwungvollen „Ice in the Sunshine“.
Zum Schluss versetzte die Big Band mit ihrem Leader Gahabka den ganzen Saal in einen mitreißenden Groove. Der tosende Applaus nach allen Darbietungen bewies nicht nur die Begeisterung über die Leistungen, sondern auch die Erleichterung angesichts der Möglichkeit, sie wieder genießen zu können.