Rosenheims Busse sollen länger fahren

von Redaktion

Verkehrsausschuss spricht sich einstimmig für eine Fahrplanausweitung aus

Rosenheim – Billig wird es nicht, aber dennoch sprach sich der Verkehrsausschuss einstimmig für eine Fahrplanausweitung des Stadtbusses aus. Die vom Ausschuss präferierte Variante wird Mehrkosten von bis zu zwei Millionen Euro für den Haushalt bedeuten.

Aber der Plan sieht auch einen deutlichen Ausbau vor: Unter der Woche soll der Nachtverkehr erst um 20 Uhr starten. Bisher fuhren die letzten Vehikel bereits um 18.30 Uhr. Auch am Samstag soll der reguläre Verkehr erst um 19.30 Uhr enden statt bereits um 16 Uhr.

Damit ist beim Nachtverkehr freilich längst nicht Schluss: Auch der Nachtverkehr selbst wird ausgebaut. Statt um 22 Uhr die letzte Fahrt anzutreten, geht es nun mehr bis 0.30 Uhr. Kritik daran gab es von der Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Sonja Gintenreiter: Der letzte Zug aus München kommt um 1.43 Uhr in Rosenheim an. Dessen Fahrgäste könnten dann nicht mehr mit einem Bus weiterfahren, sondern seien auf individuelle Lösungen angewiesen, erklärte sie. Auch am Wochenende brauche es noch mehr: Sowohl Samstag Nacht als auch sonntags tagsüber müsse es Busse geben, forderte Gintenreiter. Insgesamt aber begrüße sie den Plan.

Auch tagsüber soll es einige Verbesserungen geben: Die Linien 9 (Rosenheim-Stadtmitte – Kolbermoor – Rosenheim-Stadtmitte), 10 (Stadtmitte – Kastenau – Stadtmitte) und 12 (Stadtmitte – Unterfürstätt – Stadtmitte) sowie die Anbindung von (Alt-)Happing (Linie 3) und Westerndorf am Wasen sollen künftig im 30-Minuten- statt im 60-Minuten-Takt fahren.

Im Antrag geht es weiter um den Fahrtweg der Linie 7. Dieser wurde im September 2020 eingeführt und habe sich aufgrund der unattraktiven Linienführung aus Sicht des Fahrgastes nicht bewährt. Vorgeschlagen wird daher, die Linie wieder in die „alte“ Linie 2 (Stadtmitte – Am Gries – Endorferau – Stadtmitte) und die „neue“ Linie 7 (Stadtmitte – Heilig-Blut – Oberwöhr – Stadtmitte) aufzusplitten. Dadurch kann die Linie 7 wieder in beiden Richtungen über Oberwöhr geführt werden.

Durch die geplante Erweiterungen würden die Busse des Stadtverkehrs 363,7 Linienkilometer mehr fahren (aktuell 756,1km). Der Antrag wird am 19. Juli im Haupt- und Finanzausschuss nochmals beraten und dann am 27. Juli im Stadtrat entschieden. Im Dezember dieses Jahres würden die Fahrplanänderungen dann in Kraft treten. Thomas Stöppler

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