Ukrainerin schafft Sicherheitsnetz für Geflüchtete

von Redaktion

Im Vordergrund steht das Individuum Mensch im „Hier und Jetzt“

Rosenheim – Seit Wochen treffen geflüchtete Ukrainer in Rosenheim ein. Gleichzeitig versuchen Stadt und Landkreis die ersten Aktionen zur Eingliederung der ankommenden Geflüchteten in den neuen Alltag zu organisieren.

Zu den ersten Projekten gehört auch die Unterstützungsgruppe der Ukrainer in Rosenheim „UKRO“, wie die Gruppe rund um Anna, einer gebürtigen Ukrainerin, die bereits seit 2005 in Rosenheim lebt.

Laut der Pressemitteilung von Olga Nickel, von der Selbsthilfekontaktstelle „SekoRo“, ist und war der Initiatorin und Leiterin der Gruppe der Kontakt zu ihren Landsleuten ein Anliegen, welches in der aktuellen Ausnahmesituation an Gewicht gewonnen hat. Mit der Unterstützung durch die Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim rief Anna eine Anlaufgruppe, die erste ihrer Art, für alle interessierten Ukrainer ins Leben.

Das Ziel der Gruppe ist es, Ukrainer miteinander in Kontakt zu bringen und auch ein Sicherheitsnetz für Geflüchtete zu schaffen. Außerdem wird das Ankommen in einem fremden Land, in einer neuen Stadt sowie Tipps und Wegweiser für das neue Leben in Verbindung mit der eigenen Kultur und Mentalität unterstützt. Das gemeinsame Ins-Gespräch-Kommen, sich Kennenlernen und das Menschsein im Ganzen, nicht als Kriegsopfer, sondern als Individuum, hat vorrangiges Anliegen. Die Gruppe bietet dafür geschützten Raum außerhalb des Kriegskontextes. Aus diesem Grund fokussieren sich die regelmäßigen Gruppengespräche nicht auf schwere Themen. Natürlich kann der Russland-Ukraine-Krieg nicht ausgespart werden und politische Themen sollen und können in einem gewissen Rahmen auch innerhalb der Gruppe angesprochen werden, aber im Vordergrund steht für Anna der Austausch über das „Hier und Jetzt“. Die Gruppentreffen dienen auch zum Entspannen, Kräfte sammeln und Ankommen.

Eine Kontaktaufnahme mit Anna ist per E-Mail an ukro0522@gmail.com möglich.

Artikel 10 von 11