In fünf Tagen mit dem Rad über die Alpen nach Lazise

von Redaktion

Privatinitiative findet zweimal jährlich statt – Im Oktober startet die nächste Tour an den Gardasee

Rosenheim – Komplett ausgebucht war die geführte Frühjahrsradtour von Rosenheim in die Partnerstadt Lazise am Gardasee. Die Tourenleiter Josefine und Reinmund Hobmaier mussten im Vorfeld sogar einigen weiteren potenziellen Teilnehmern absagen und auf nächste Termine vertrösten. Man merkte deutlich, dass die Leute nach der anstrengenden Corona-Zeit wieder hungrig nach Freiheit und Reisen waren. Thomas Stark von der Insel Fehmarn in Schleswig-Holstein ist bereits zum dritten Mal dabei.

Hitze fordert
die Radler-Gruppe

Eine der größten Herausforderungen für die zwölfköpfige Gruppe, die allesamt ohne E-Unterstützung radelten, war die prognostizierte Hitze. Beim Start in Rosenheim kündigte sich schon ein sehr heißer Tag an. Da kam der kühle Biergarten Purlepaus mitten in Kufstein zur Mittagspause gerade recht. Am Nachmittag hatte einer der Teilnehmer bereits 38 Grad Celsius auf seinem Tacho. Zum Glück endete die erste Etappe mangels Übernachtungsgelegenheit in Schwaz bereits zehn Kilometer vorher in Jenbach. In diesem Fall ein glücklicher Umstand.

Der nächste Tag begann wider Erwarten und günstigerweise bewölkt, denn nach 20 Kilometern bei Hall/Tirol ging es dann hinauf auf die alte Römerstraße über Ampass, Patsch, Matrei und weiter bis Steinach. 900 Höhenmeter und 60 Kilometer galt es zu bewältigen. Im Hotelschwimmbad in Steinach wurden die geschundenen Muskeln wieder auf Vordermann gebracht.

Der dritte Tag ist für die meisten der Radler der Höhepunkt der Tour: Zunächst geht es auf den Brennerpass mit 1360 Metern als höchsten Punkt der Überquerung. Alle haben die Herausforderung bewältigt, und die Freude und der Stolz auf das Geleistete war ihnen anzumerken. Hier beginnt der bestens ausgebaute Brenner-Verona-Radweg, der zum großen Teil auf alten Bahntrassen erfolgt und landschaftlich wunderschön ist. Auch weil der Radweg mitten durch die Fußgängerzonen von Sterzing, Brixen und Klausen führt. Ein anstrengender Tag mit 97 Kilometern und weiteren 750 Höhenmetern war geschafft.

Am vierten Tag teilte sich die Gruppe ab Bozen für einen halben Tag. Ein Teil fuhr über das malerische Kaltern am Kalterer See entlang und weiter über die Südtiroler Weinstraße, der andere blieb auf dem flachen Etschradweg. Kurz nach Salurn trafen sich alle zur Mittagspause an der Radstation Faeda. Gemeinsam ging es bis zum Tagesziel Trento.

Der letzte Tag wurde noch einmal sehr heiß. Auch ein paar deftige Steigungen galt es, mit voller Kraft zu treten. Insbesondere die Serpentinen nach Rivoli hinauf, kurz vor Affi, hatten es in sich. Wie froh waren alle, als endlich der Gardasee ins Blickfeld rückte und es von da an nur noch bergab ging.

420 Kilometer und
2500 Höhenmeter

Nach fünf Tagen, 420 Kilometern und rund 2500 Höhenmetern erreichte die Gruppe Lazise. Heiße Temperaturen luden am nächsten Ruhetag zum Baden und Bummeln ein, bevor es einen Tag später mit Zug, Bus oder Auto zurück nach Rosenheim ging.

Zweimal im Jahr unternehmen Reinmund und Josefine eine geführte Radtour nach Lazise, je eine im Frühjahr und im Herbst. Wer dabei sein möchte, sollte sich frühzeitig anmelden. Termine und genaue Informationen gibt es unter www.hobmaier.com/lazise.

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