Einblicke ins neue Zuhause für Fellnasen

von Redaktion

Nach Corona-Pandemie sorgt Sommerfest im Tierheim Rosenheim für Riesenansturm

Kolbermoor/Rosenheim – Endlich konnte das Tierheim Rosenheim in Kolbermoor nach der Corona-Pandemie wieder seine Pforten öffnen und den interessierten Tierfreunden das neue Tierheim am Gangsteig 54 zeigen. Und der Andrang war enorm. Nach der langen Pandemiezeit ist es den meisten Menschen eine Freude, wieder den Alltag einkehren zu sehen. So wie am Tag der offenen Tür, verbunden mit einem Sommerfest im neuen Kolbermoorer Tierheim.

Großes Interesse
an Abteilungen

Und die Besucher strömten in Scharen ins Tierheim. Für Autofahrer allerdings eine Plage, denn die Zufahrt von Fürstätt kommend war gesperrt – aufgrund des Baus der Westtangente. So stauten sich die Autos in langen Karawanen in den schmalen Umgebungsstraßen. Endlich angekommen, bot sich den Besuchern dann aber ein äußerst vielfältiges Programm.

Sie konnten nicht nur die einzelnen Tierabteilungen Hunde, Katzen, Kleintiere und Reptilien besichtigen. Auch für Kinder bot das Tierheim einiges: darunter Aktivitäten wie Kinderschminken – natürlich als Hund, Katze oder Maus – Wasserballschießen, Dosenwerfen oder einfach nur einige Rätsel lösen. Die Johanniter aus Wasserburg waren mit einigen Ständen im Außenbereich vertreten. Sie zeigten unter anderem mit ihrer Rettungshundestaffel mit den Flächenhunden, wie eine sinnvolle Beschäftigung für Mensch und Hund aussehen kann. Auch der allseits beliebte Flohmarkt war an diesem besonderen Tag geöffnet und bot dem Besucher so manches Schnäppchen an.

Da unter den Tierfreunden viele fleißige Kuchenbäckerinnen sind, standen für Kaffee und Kuchen auch einige Leckereien bereit – im Schatten in den Innenräumen des Tierheims oder unter Sonnenschirmen. Die Besucher konnten sich Infos einholen, das neue Tierheim besichtigen und mit den vielen Mitarbeitern des Tierheims sprechen.

Jürgen John, Beisitzer im Vorstand des Tierschutzvereins Rosenheim, war deshalb schon am frühen Nachmittag sehr angetan vom Zulauf. Schließlich lebt das Tierheim als eines der größten im Landkreis auch ganz wesentlich von solchen „Zusatzeinnahmen“. Wie wichtig diese sind, zeigte John auf: Allein in der Kleintierabteilung leben rund 35 Tiere – von Ratten über Meerschweinchen und Zwergkaninchen bis hin zu einem Degu. Die Hundeabteilung ist mit 27 Tieren belegt. „Alles ausgesetzte Tiere oder Abgabetiere“, erklärte John.

„Nachdem dieser dringend benötigte Neubau durch einen zweckgebundenen Nachlass realisiert werden konnte, geht es nun darum, diese wertvolle Institution in unserer Region und für unsere Region zu erhalten“, beschreibt Andrea Thomas, Vorsitzende des Tierschutzvereins, die Ziele für die Zukunft.

„Nur mit viel Unterstützung und ehrenamtlichem Einsatz kann der Tierheimbetrieb auch zukünftig weiterlaufen. Denn die Kosten wurden nicht weniger, sondern steigen insbesondere im Personalbereich noch weiter an.“

Ausbildung
von Pflegern

Dies ist laut Thomas darauf zurückzuführen, dass nun die von den Behörden geforderten Quarantäne- und Krankenstationen inklusive der durch die Tierärzte betreuten Zimmer bei den einzelnen Tierarten Hunde, Katzen, Kleintiere und Reptilien vorhanden sind. Thomas: „Dort sind ausreichend ausgebildete Tierpfleger beziehungsweise Mitarbeiter mit einem entsprechenden Sachkundenachweis entsprechend der Anzahl der Tiere sogar behördlich vorgeschrieben.“ Gleichzeitig bilde der Tierschutzverein Rosenheim Tierpfleger aus, um auch für die Zukunft gerüstet zu sein.

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