Rosenheim – Im Holztechnischen Museum Rosenheim wurde eine neue Sonderausstellung eröffnet und die richtet sich diesmal speziell an die kleinen Besucher. Mittels vieler interaktiver Spiel- und Forscherstationen können sie Holz mit allen Sinnen entdecken.
Beim Gang durch die neue Sonderausstellung merkt man schnell, wie viel Herzblut, Leidenschaft und Liebe Museumspädagogin Christa Lüdecke zusammen mit Joachim Müller, Horst Oster und allen anderen aus dem Team des Holztechnischen Museums in dieses Projekt gesteckt hat. Überall gibt es etwas zu entdecken und zu tun.
Ein Blick in
den Spiegel
Erst beim Blick hinauf in einen Spiegel wird deutlich, auf was die Plüsch-Amsel da so gut aufpasst: ein Nest mit drei Eiern. Unter dem Baum, auf dem sie sitzt, können die Kinder quasi hineinkrabbeln in das Erdreich und bei Druck auf eine Taste hautnah miterleben, wie der Baum sich über seine Wurzeln mit Wasser versorgt. Gleich daneben gibt es dann einen spannenden Einblick in eine Fuchshöhle.
Nicht nur für Christa Lüdecke ist es seit Langem ein großer Wunsch, dass das Holztechnische Museum interaktiv wird. Mit der neuen Sonderausstellung „Holz – mit allen Sinnen entdecken“ ist dieser Wunsch nun in Erfüllung gegangen. Vieles, was in der Sonderausstellung zu sehen ist, ist eine Leihgabe des Kindermuseums München. Die besondere Herausforderung war es, die ausgewählten Exponate an die Verhältnisse im Holztechnischen Museum auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim anzupassen. „Im Kindermuseum in München gibt es natürlich viel mehr Platz“, erzählte Oliver Heller, Vorsitzender des Vereins Holztechnisches Museum, bei der gut besuchten Eröffnungsveranstaltung.
Praktisch bedeutete das, Baumstämme mussten zurechtgeschnitten und Ausstellungstische angepasst werden. Weil der Raum für die Sonderausstellungen im Holztechnischen Museum dennoch viel zu klein gewesen wäre, um alle Stationen von „Holz mit allen Sinnen aufzunehmen“, erstrecken diese sich nun auch in die anderen Räumlichkeiten des Museums hinein.
Nach Meinung von Rosenheims Dritter Bürgermeisterin Gabi Leicht passt die neue Sonderausstellung genau in die Zeit. Spielzeug bestehe fast nur noch aus Plastik. Mit Holz kämen Kinder heutzutage darum kaum noch in Berührung.
Wichtige
Aufgaben fürs Klima
Mit der neuen Sonderausstellung im Holztechnischen Museum ändert sich das. Alles kann angefasst und erforscht werden. Wie schwer sind die verschiedenen Holzarten? Wie fühlen sie sich an? Alles wird im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ gemacht. Die Besucher begleiten den Baum von seinem Wachstum im Wald bis zu seiner Verarbeitung zum Alltagsgegenstand und erforschen nebenbei noch seine wichtigen Aufgaben für das Klima und die verschiedenen Waldbewohner.
Nicht nur für Kinder gibt es dabei viel zu lernen, sondern auch für alle Junggebliebenen. „Die Ausstellung richtet sich an Kinder im Alter ab circa vier Jahren. Nach oben hin sind da keine Grenzen gesetzt“, sagt Christa Lüdecke schmunzelnd. Karin Wunsam