„Sehr komplexe, schwierige Arbeiten“

von Redaktion

Staatliches Bauamt Rosenheim prüft Pförtner-Ampel zur Entlastung der Anwohner

Rosenheim – Der Bau der Westtangente und der zunehmende Lkw-Verkehr stellen insbesondere die Bürger im Norden Rosenheims vor eine große Geduldsprobe. Vor allem an der Schlößlstraße ist der Ärger über die langwierige Baustelle an der Bahnstrecke und die Verkehrsbelastung groß.

Die Anwohner haben sich deshalb an die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig und CSU-Stadtrat Florian Ludwig gewandt, die sich daraufhin mit dem Staatlichen Bauamt Rosenheim zu einem Ortstermin trafen. „Wir verstehen die Sorgen und die Verärgerung der Menschen“, so Daniela Ludwig. „Wir alle möchten, dass es mit der Baustelle vorangeht. Doch so einfach ist es nicht.“ Das bestätigte auch der stellvertretende Leiter des Staatlichen Bauamtes, Stefan Leitner. „Die Anwohner sehen hier, dass eine Bahnbrücke steht, und meinen, jetzt muss es doch weitergehen. Doch wir haben hier nur eine Behelfsbrücke. Für das eigentliche Bauwerk haben wir noch sehr komplexe, schwierige Arbeiten vor uns.“

CSU-Stadtrat Florian Ludwig regte an, mit einer sogenannten „Pförtner-Ampel“ außerhalb der Stadtgrenze den Verkehr zu regeln. „So könnte man bereits jetzt die Staus im Ort selbst verhindern“. Leitner steht diesem Anliegen positiv gegenüber. „Ich nehme diesen Vorschlag mit. Wir werden das mit den zuständigen Behörden prüfen. Vielleicht können wir so für etwas Entlastung sorgen.“

Die Baustelle an der Bahnstrecke in der Nähe der Schlößlstraße ist wohl die komplizierteste im Jahrhundertprojekt Westtangente. Grund dafür ist der Seeton im Untergrund.

Die große Herausforderung: Der Bau der Brücke passiere im laufenden Bahnbetrieb. Die Freigabe der Westtangente ist für Mitte 2025 geplant. Bis dahin sei noch Geduld bei allen Beteiligten gefragt.

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