Rosenheim – Bei der Jahresversammlung des Historischen Vereins Rosenheim blickte Vorsitzender Karl-Heinz Brauner auf ein wechselvolles Jahr zurück, das immer noch von den Einschränkungen der Pandemie bestimmt war. Trotzdem nahmen viele Mitglieder die Veranstaltungsangebote an.
Besonders beliebt waren die Exkursionen zu Höhlen im Inntal mit Peter Hofmann und nach Siegsdorf ins Naturkunde- und Mammutmuseum mit einer Führung durch den Museumsleiter Dr. Robert Darga. Im nächsten Jahr soll dieses Veranstaltungsformat fortgesetzt und die Wendelsteinhöhle und römische Ausgrabungen im Chiemgau besucht werden.
Der Zweite Vorsitzende des Vereins, Rohrdorfs Bürgermeister Simon Hausstetter, stellte den neuen Band der Vereinszeitschrift „Das Bayerische Inn-Oberland“ (BIO) vor. Darin finden sich auf 120 Seiten interessante Aufsätze zum Leben eines Wandergesellen im 19. Jahrhundert, die Bedeutung Rosenheims als „Kunststadt des Chiemgaus“ in der Zeit des Nationalsozialismus und ein Text des Rosenheimer Alpinisten Josef Enzensberger von 1897 über „Acht Tage in der Eng“. Auch das „Heilbad Erdsegen“ in Brannenburg am Anfang des 20. Jahrhunderts wird vorgestellt und Joseph von Utzschneider, einem der Gründer der Rosenheimer Saline, zum 260. Geburtstag gratuliert.
Höhepunkt des Abends war die Übergabe des vom Historischen Verein produzierten Zeitzeugen-Interviews an die ehemalige Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer. Bauer steht darin Diethart Schinzel zwei Stunden lang Rede und Antwort über ihr Leben und Wirken. Dirk Weisser von den Weisser-Studios in Haidholzen betreute das Projekt. Dieses und weitere 31 Interviews sind auf dem You-Tube-Kanal „Historischer Verein Rosenheim“ zu sehen.