Neuer Hingucker am Bahnhof

von Redaktion

Grundsteinlegung für „Lokhöfe Offices“ am Bahnareal Nord – Fertigstellung 2024

Rosenheim – Das Bahnareal Nord nimmt immer mehr Gestalt an. Nachdem im April der Grundstein für 150 Studentenwohnungen, 81 Pflegeeinheiten und 44 seniorengerechte Wohnungen gelegt wurde, gab es jetzt eine weitere Feier. Über das derzeit größte Bauprojekt in Rosenheim.

Wohnen
und Gewerbe

Für Johannes Pohl ist es ein Meilenstein. Er ist der Geschäftsführer des Unternehmens „S&P Commercial Development“ mit Sitz in Erlangen und kümmert sich gemeinsam mit seinen Mitarbeitern um die Entwicklung verschiedener Projekte und Quartiere. Unter anderem auch am Rosenheimer Bahnhof. Hier soll auf rund 10821 Quadratmetern das Stadtquartier „Lokhöfe“ entstehen. Neben den Senioren- und Studentenwohnungen – die in Zusammenarbeit mit BayernCare und Instone Real Estate auf dem östlichen Teil des Geländes gebaut werden – ist auch eine gewerbliche Nutzung geplant. Vorgesehen ist der Bau eines zehnstöckigen Businesstowers auf dem westlichen Teil des Geländes mit einer 5400 Quadratmeter großen Büromietfläche, dem Hotel „Premier Inn“ mit 145 Betten, ein Edeka-Vollsortimenter sowie eine Tiefgarage mit 246 Stellplätzen.

Der symbolische Grundstein für das Vorhaben wurde jetzt im Rahmen einer Feierstunde gelegt. An dieser nahmen neben Bürgermeister Daniel Artmann auch zahlreiche Stadträte sowie Architekt Laurent Brückner, Sparkassen-Vorstandsmitglied Harald Kraus, der technische Bereichsleiter der Firma Züblin Rainer Kemnitzer und der geschäftsführende Gesellschafter der Sontowski & Partner Group Sven Sontowski teil. Schon jetzt sind laut Artmann 60 Prozent der Räume in dem Büro- und Dienstleistungsgebäude vermietet. Unter anderem an die Firma Future Tec. „Es freut mich ganz besonders, dass eine aufstrebende IT-Firma sich direkt neben dem Stellwerk 18 niederlässt“, sagte Artmann.

Er lobte die Idee, die Baufelder 4, 5 und 6 gleichzeitig und an einen Projektentwicklungspartner zu vergeben. „Hierdurch entsteht ein in sich aufeinander abgestimmtes, modernes Stadtquartier“, sagte er. Mit der „Sontowski Group“ sei es gelungen, einen Partner zu finden, der Städtebau, Architektur und ein Nutzungskonzept komponieren und wirtschaftlich darstellen könne.

An den Weg dorthin erinnerte sich Johannes Pohl während seiner Rede. 2017 habe das Unternehmen die Ausschreibungsunterlagen der Stadt Rosenheim erhalten. Auf Basis der Planung von ATP Architekten München und der Idee, ein mischgenutztes Quartier mit Büroflächen, Einzelhandel, Hotelnutzung, Dienstleistung, studentischem Wohnen und Seniorenwohnen zu entwickeln, sei es gelungen, die hohe Erwartungshaltung der Stadt zu erfüllen und den Zuschlag zu bekommen. Nach dem Kaufvertragsabschluss im April 2019 begannen im Februar 2021 die ersten Arbeiten, bevor im März 2022 der offizielle Baubeginn war. Läuft alles nach Plan, rechnet Johannes Pohl mit einer Fertigstellung Mitte 2024.

„Mit diesem Stadtquartier werden auch viele Arbeitsplätze nahe an der Mobilitätsdrehscheibe am Bahnhof entstehen“, ergänzte Daniel Artmann. So sei es gelungen, Arbeitsplätze dort anzusiedeln, wo es schon Mobilitätsangebote gibt. „Auch das ist eine Möglichkeit, steigende Autoverkehre zu vermeiden und Mobilitätsverhalten zu managen beziehungsweise vorhandene Mobilitätsstrukturen zu nutzen“, zeigte sich der Bürgermeister überzeugt.

Gemeinsam mit Johannes Pohl, Harald Kraus, Rainer Kemnitzer und Sven Sontowski befüllte er im Anschluss die Zeitkapsel mit einer tagesaktuellen Ausgabe der OVB-Heimatzeitungen, Visualisierungen und Plänen des Bauvorhabens sowie etwas Kleingeld.

Pläne für
den Süden des Areals

„Die Entwicklung des Bahnareals Nord macht Lust auf mehr“, sagte Artmann. Und versprach sich auch weiterhin für den Erwerb der Brachflächen südlich der Gleistrassen einzusetzen. Auf der rund 14 Hektar großen Fläche sollen unter anderem Wohnungen entstehen – aber auch Büro- und Gewerbeflächen.

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